Rausgehen, durchatmen, entdecken – Biosphärenwochen in Bayern, Hessen & Thüringen

Wenn die Küchenschellen leuchtend blühen und es aus Wald und Wiese lauthals zwitschert, beginnt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön die schönste Zeit.

In der Nationalen Naturlandschaft im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen erwacht eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zum Leben.

Zum Start der Wandersaison laden die Verwaltungen des Biosphärenreservats, der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön (NBR) e. V. und die Rhön GmbH wieder zu den länderübergreifenden Biosphärenwochen ein.

Die vierte Auflage des im Jahr 2021 gestarteten Formats findet vom 20. April bis 20. Mai statt. Bei zahlreichen Führungen und Vorträgen können Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern die einzigartige Kulturlandschaft mit ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt kennenlernen.

Im Mittelpunkt der Aktionswochen stehen die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNLer), die das gesamte Jahr über Führungen zu unterschiedlichen Zielen und Themen anbieten. Damit bereichern sie schon seit vielen Jahren das Bildungs- und Freizeitangebot im Biosphärenreservat.

Die ZNLer entführen nicht nur zu zahlreichen beeindruckenden Orten, sondern teilen ihr Wissen über die Entstehung der Kulturlandschaft Rhön mit all ihren Schätzen.

Während der Biosphärenwochen werden zusätzliche Termine der gesamten Region angeboten, um Lust auf den Beginn der Wandersaison zu machen.

„Unsere Natur- und Landschaftsführer sind die besten Botschafter der Rhön. Sie führen ihre Gäste zu ausgewählten Naturschätzen. Naturschutz und Nutzung der Natur gehen in den Pflegezonen des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön Hand in Hand“, sagt Michael Dohrmann vom NBR, der das Programm länderübergreifend koordiniert hat.

Das Programm umfasst zahlreiche Veranstaltungen rund um die Themen Naturschätze und Lebensräume, Kräuter, Streuobst, Sternenpark, Grünes Band, Geologie, Rhönschaf und Landschaftspflege und Zeitgeschichte.

Auch für Familien mit Kindern gibt es viele Möglichkeiten – zum Beispiel verschiedene Wanderungen oder einen nächtlichen Streifzug im Wild-Park Klaushof. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zu Lebensräumen, Tieren und Pflanzen.

Alle Veranstaltungen findet man ab sofort auf der Webseite des Biosphärenreservats:
www.biosphaerenreservat-rhoen.de/biosphaerenwochen.

Premiumwandern in der Rhön

Wer das UNESCO-Biosphärenreservat auf eigene Faust erkunden möchte, findet unter www.touren-rhoen.de Tipps für Wander-, Rad- und Mountainbike-Touren, einen Tourenplaner, Infos zu Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie aktuelle Infos zu Sperrungen und Wegeumleitungen.

Mit dem Premiumwanderweg DER HOCHRHÖNER® und den mehr als 30 Extratouren ist für jeden Geschmack etwas dabei. Hier finden Sie während der Biosphärenwochen zudem gezielt Erlebnistipps.

Achtung: Bekannte Outdoor-Apps zeigen zwar auch vielfältige Wandermöglichkeiten – oft führen diese allerdings über nicht offiziell ausgewiesene Wanderwege.

Wanderungen außerhalb der offiziellen Wanderwege können – gerade im Frühjahr – eine enorme Störung für die Tier- und Pflanzenwelt darstellen.

Zahlreiche Strecken, Tipps und Infos finden Sie zudem auch in der Biosphären-App für Android und Apple:
www.biosphaerenreservat-rhoen.de/service/biosphaeren-app

Natur entdecken – so geht’s

Der Frühling ist eine besonders sensible Zeit für die Natur. Wer in die Wander- und Radfahrsaison startet, kann die Tier- und Pflanzenwelt mit der Beachtung ganz einfacher Regeln schützen.

So wird der Besuch in den Schutzgebieten erholsam für Mensch und Natur!

Wandern und Radeln ohne Ende… und dabei auf den markierten Wegen bleiben. In zahlreichen Schutzgebieten gilt Wegegebot. Wer querfeldein läuft, verursacht schnell Störungen, die gravierende Folgen haben können.

Zum Beispiel werden bodenbrütende Vogelarten gestört und von ihren Brutplätzen vertrieben. Schütze daher die Natur und dich selbst, da das Verlassen dieser Wege zu Bußgeldern führen kann.

Pflanzen fotografieren… und stehen lassen. Im UNESCO-Biosphärenreservat sind seltene und bedrohte Pflanzen zuhause, die im Rhöner Mittelgebirge deutschland- und europaweit letzte Lebensräume finden. Zahlreiche Arten stehen unter Schutz, das Pflücken bzw. Ausgraben ist daher streng verboten.

Pssst: Die Stille genießen… und auch den Tieren ihre Ruhe gönnen. Wer zum Beispiel auf den Wanderwegen in den Kernzonen oder anderen Schutzgebieten unterwegs ist, läuft sozusagen direkt durch das Wohnzimmer vieler störungsempfindlicher Arten. Besonders die Brut- und Setzzeit ist eine sehr sensible Zeit.

Rast machen, Ausblick genießen und schlemmen. Tu der Natur einen Gefallen, nimm Müll wieder mit - deinen eigenen und den von Anderen.

Auf die Beschilderung achten… und Hunde wie vorgeschrieben anleinen.

In der Nacht unnötiges Licht vermeiden – Sternenhimmel genießen!