Gastbeitrag von Tonya Schulz
Für die fünf Kurorte und Staatsbäder im Bäderland Bayerische Rhön stehen die Zeichen gut. Der Blick auf die Gästestatistik des Jahres 2024 stimmt optimistisch, die Aussichten für das laufende Jahr sind genauso gut.
Vielerorts wird in die medizinische Infrastruktur investiert. Die Nachfrage auf den Reisemessen ist verheißungsvoll. Kurz und gut: Die seit genau 20 Jahren zusammenarbeitenden Gesundheitsexperten in Bad Bocklet, Bad Kissingen, Bad Brückenau, Bad Königshofen und Bad Neustadt blicken zuversichtlich in die Zukunft.
Kurort Bad Königshofen immer moderner und attraktiver
„In den nächsten 20 Jahren wird die Babyboomer-Generation sicherlich zahlreiche Gesundheitsleistungen in unseren Kurorten und Staatsbädern nachfragen“, freut sich Werner Angermüller, Kurdirektor von Bad Königshofen.
Doch auch bei der jungen Camper-Generation und bei Familien spürt er reges Interesse. Die weitere gesundheitstouristische Entwicklung in der fränkischen Festungsstadt wird kontinuierlich weitergeführt und man darf gespannt sein, was es in den nächsten Jahren Neues zu erleben gibt.
Funkelnagelneu ist auf jeden Fall die Trinkkur- und Wandelhalle im Kurpark, bestes Beispiel, wie sich die Kur verjüngt und modernisiert.
Reges Interesse am Staatsbad Bad Brückenau
„Es geht gerade was“, betont Andrea Schallenkammer, Kurdirektorin des Staatsbades Bad Brückenau. Bald gibt es drei Privatkliniken im Staatsbad. Weitere Bettenkapazitäten entstehen im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude.
Ein weiteres Haus wird ebenfalls neue Betten bringen. Für die derzeit zu verpachtenden gastronomischen Betriebe gebe es reges Interesse, so Andrea Schallenkammer.
Bereits wiedereröffnet wurde die Minigolfanlage und das Café im Kurpark. Ebenso wurde ein naturnaher Golfplatz errichtet und vieles mehr.
Bad Kissingen immer digitaler
Von solidem Wachstum geprägt sind auch im Staatsbad Bad Kissingen die Ankünfte, Übernachtungen und Anzahl der Betten. „Wir haben im letzten Jahr u.a. in das Mobiliar der historischen Gebäude und Parkanlagen investiert und z.B. die Holzbänke in den Gärten und Parks nachhaltig durch langlebige Modelle ersetzt“, berichtet Kurdirektorin Sylvie Thormann.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der Digitalisierung: Die Website wurde neugestaltet und brachte sowohl optische als auch technische Änderungen mit sich und ermöglicht nun eine Online-Terminbuchung bei der Gesundheitslotsin.
Für weitere Nachfrage hatte das erstmals 2024 ausgerichtete Max-Fest mit einem Mix aus Erlebnissen, Musik, verkaufsoffenem Sonntag und der neuen Multimedia-Brunnen-Show gesorgt. Neue Impulse setzen auch der Rakoczy-Podcast und Rakoczy ILLUMINATION.
„Bad Kissingen blickt mit Zuversicht in die Zukunft und wird u.a. mit neuen buchbaren Erlebnissen den Gästen die Vielfalt des Kurortes noch näherbringen“, kündigt die Touristikexpertin an.
Bad Bocklet auf Rekordkurs
Über herausragende Steigerungen bei den Übernachtungen auf Rekordniveau freut sich Thomas Beck, Kurdirektor im Staatsbad Bad Bocklet, das im letzten Jahr das Jubiläum „300 Jahre Heilquelle“ feiern konnte.
„Der Gesundheitsstandort Bad Bocklet war 2024 wieder stark von der klinischen Rehabilitation und Prävention geprägt. Knapp 70 Prozent der Übernachtungen sind hier angefallen. Außerdem stellen die Angebote der authentischen ayurvedischen Medizin in Bad Bocklet weiterhin deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal dar“, erläutert der Kurdirektor.
Bad Neustadt mit neuem Konzept
Die Gesundheitsstadt Bad Neustadt baut gerade ein neues Tourismus- und Kurortentwicklungskonzept auf. Großen Anklang fand im letzten Jahr das 1. Honkey Tonk Festival.
Zu den Höhepunkten dieses Jahres zählen wieder die Salzburg Klassiker sowie die zahlreichen Kulturveranstaltungen in der Stadthalle und auf dem Marktplatz.
Erfreuliche Wertschöpfung für die Region
Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen der fünf Kurorte und Staatsbäder im Jahr 2024 auf rund 2,37 Millionen (+4,5%), die Ankünfte stiegen auf fast 390.000 (+1%). Die Zahl der Betten liegt bei rund 11.000.
Jetzt will man im Bäderland Bayerische Rhön weiter auf Erfolgskurs bleiben und möglichst viele Menschen motivieren, bei einem Aufenthalt aktiv Prävention zu betreiben, Beschwerden zu lindern oder sich eine wohltuende Auszeit vom Alltag zu gönnen.
Die Steigerung der Gäste- und Übernachtungszahlen ist umso erfreulicher, da mit den Übernachtungen eine entsprechend starke Wirtschaftskraft für Kurorte und Staatsbäder gesichert werden kann.
Aufgrund der Studien zum Wirtschaftsfaktor Tourismus des Bayerischen Heilbäderverbandes wird so eine touristische Wertschöpfung von insgesamt rund 355 Mio. Euro für die Region erwirtschaftet.
Bäderland bleibt wichtiger Baustein
Ein wichtiger Baustein in der weiteren Entwicklung des Bäderlandes Bayerische Rhön bildet auch künftig der Schulterschluss der Gesundheitsexpertinnen und -experten im Rahmen ihres erfolgreichen seit 20 Jahren bestehenden Zusammenschlusses.
„Durch den kontinuierlichen Austausch und der gemeinsamen Präsentation der Gesundheitsstandorte können Synergien optimal genutzt und vielseitige Angebote für Gäste geschaffen werden“, unterstreicht Sylvie Thormann.
Ähnlich sieht dies Werner Angermüller aus Bad Königshofen, seit dem ersten Tag Mitglied der Kooperation: „Wenn es das Bäderland nicht geben würde, müsste man es erfinden.“
Gut aufgehoben sein
„In der Mitte Deutschlands gelegen, hält das Bäderland Bayerische Rhön eine unglaubliche medizinische Kompetenz vor. Diese kann aufgrund der sehr großen strukturellen Herausforderungen in der allgemeinmedizinischen Versorgung Deutschlands für Gäste und Patienten eine Alternative bieten“, betont ihre Kollegin Andrea Schallenkammer aus dem Staatsbad Bad Brückenau.
„Beratung und fachübergreifende ganzheitliche Versorgung finden sich in Ballungszentren immer schwieriger. Das Gefühl, gut aufgehoben zu sein, ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer ganzheitlichen Kliniken für nahezu alle medizinischen Indikationen im Bäderland Bayerische Rhön“, so die Kurdirektorin überzeugt.