Nur etwa ein Monat nach dem offiziellen Start des Glasfaser-Ausbaus in Kaltennordheim kann das verantwortliche Unternehmen GlasfaserPlus bereits positive Nachrichten verkünden. Der Ausbau schreitet zügig voran, und erste Erfolge sind sichtbar.
Am Mittwoch wurde der erste Netzverteiler (NVT) in der Nähe des „Windbergs“ in Betrieb genommen. Dieser zentrale Knotenpunkt ermöglicht die Erschließung weiterer Haushalte im Ort.
Der Netzverteiler ist so konzipiert, dass bis zu 70 Haushalte daran angeschlossen werden können. Die Verlegung der Glasfasern im Ort erfolgt nun schrittweise, wobei der NVT ohne Strom- oder Belüftungssystem auskommt. Der Stromanschluss für die Endverbraucher wird erst im Haus, direkt am Router, realisiert.
In Zusammenarbeit mit dem Baupartner Fiber Experts, einem erfahrenen Unternehmen im Glasfaserausbau, wird das Projekt nun umgesetzt.
Trotz eines holprigen Starts, bedingt durch den Wegfall des ursprünglich beauftragten Tiefbauunternehmens Ellin Line GmbH und Verzögerungen bei der Projektplanung, haben die Teams von Fiber Experts die Bauarbeiten inzwischen wieder aufgenommen. Im März fand der offizielle Spatenstich statt, die Arbeiten laufen nun unter Hochdruck.
„Der Weg bis zum heutigen Anschluss war lang“, erinnert sich Bürgermeister Erik Thürmer. Bürokratische Hürden und die komplexe Förderung des Glasfaserausbaus hätten die Umsetzung erschwert.
Dennoch zeigt er sich optimistisch: „Ich freue mich, dass die Arbeiten in unserer Stadt so gut voranschreiten. Eine moderne digitale Infrastruktur ist heute eine wichtige Basis für das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger – privat und geschäftlich. Darum stellt sie einen bedeutenden Standortvorteil für Kaltennordheim dar.“
Der Ausbau betrifft insgesamt 2.523 Haushalte, die bis in die Häuser mit gigabitfähigem Glasfaser versorgt werden sollen. Die Bauarbeiten sind für etwa zwei Jahre angesetzt.
Neben der Kernstadt werden in diesem Jahr auch die Ortsteile Andenhausen, Fischbach, Kaltenlengsfeld und Klings an das neue Netz angeschlossen. Im kommenden Jahr folgen die Ortsteile Kaltensundheim, Kaltenwestheim und Mittelsdorf.
„Das Netz wird komplett neu gebaut“, erklärt Susann Biehl, Gebietsmanagerin der Telekom. „Das Kupfernetz wird noch so lange bestehen bleiben, bis auch der letzte Kaltennordheimer das Glasfaser nutzt.“
Aktuell belegt Kaltennordheim einen der letzten Plätze in Thüringen hinsichtlich der Glasfaserversorgung. Daher ist der Ausbau für die Stadt eine zentrale Maßnahme zur Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit.
Bereits etwa die Hälfte der Haushalte hat Interesse gezeigt und einen Vertrag mit einem Telekommunikationsanbieter abgeschlossen. Für Hauseigentümer besteht jetzt die letzte Chance, sich einen kostenlosen Hausanschluss zu sichern.
Voraussetzung ist, dass sie bis zum Ende der Bauphase einen Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abschließen, der den Kontakt zu GlasfaserPlus herstellt. Dieser sorgt dann für die fachgerechte Verlegung des Anschlusses auf Privatgrundstücken.
Der Hausanschluss selbst erfolgt unterirdisch und innerhalb kürzester Zeit, nahezu unsichtbar für die Nutzer. Die Arbeiten erfolgen rücksichtsvoll, die Bauarbeiter vor Ort sind dankbar für das Verständnis der Anwohner. Ein kleines Dankeschön sei gerne gesehen, hieß es beim Pressetermin am Mittwoch.
Über den Ausbau hinaus betont Susann Biehl die Bedeutung des neuen Netzes: „Das Glasfasernetz wird eigenständig sein und den bisherigen Kupferstandard ersetzen. Es ist notwendig, um die digitale Zukunft der Stadt zu sichern.“
Die Telekom plant, in den kommenden Jahren noch viele weitere Orte im ländlichen Raum mit gigabitfähigem Internet zu versorgen.
Das Projekt selbst wird von GlasfaserPlus umgesetzt, einem Joint Venture zwischen der Deutschen Telekom und dem IFM Global Infrastructure Fund.
Das Unternehmen baut bis 2030 rund vier Millionen Glasfaseranschlüsse in ländlichen und klein- bis mittelstädtischen Regionen Deutschlands auf – das Netz in Kaltennordheim ist ein wichtiger Baustein in dieser Strategie.
Weitere Informationen zu Tarifen und Verfügbarkeiten erhalten Interessierte bei den Telekom-Partnern in Meiningen, Bad Salzungen oder auf der Website der Telekom.
Mit diesem Ausbau macht Kaltennordheim einen großen Schritt in Richtung digitaler Zukunft – eine Entwicklung, die sowohl für Privathaushalte als auch für die Wirtschaft der Stadt enorme Vorteile bringt.







