Gastbeitrag von Christopher Eichler
Der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Schmalkalden-Meiningen schreitet weiterhin planmäßig voran. In den einzelnen Ausbauclustern sind deutliche Fortschritte sichtbar, die bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur digitalen Zukunftsfähigkeit der Region leisten.
Im Cluster 1, der weite Teile des Altkreises Schmalkalden umfasst, läuft die Glasfasermontage bereits seit Ende des Jahres 2025. Parallel dazu werden die Tiefbauarbeiten sukzessive fortgeführt. Anfang 2027 soll dieser Cluster laut Planung abgeschlossen sein.
Im Cluster 4 zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier ist die Glasfasermontage zu Beginn des Jahres 2026 erfolgreich angelaufen und wird kontinuierlich ausgebaut. Zuvor waren bereits die Tiefbauarbeiten gestartet. Zum Cluster 4 gehören weite Teile der Rhön.
Ein besonderer Meilenstein innerhalb dieses Clusters ist die Infrastrukturerschließung der Grundschule in Herpf (Ortsteil der Kreisstadt Meiningen).
Mit dem Anschluss an das Glasfasernetz wird eine zentrale Bildungseinrichtung zukunftssicher aufgestellt und ein wichtiger Schritt in Richtung digitale Bildung im ländlichen Raum vollzogen. Bis Mitte kommenden Jahres ist die finale Umsetzung des Clusters geplant.
Auch im Cluster 3 sind die Tiefbauarbeiten im vergangenen Jahr gestartet. Im Anschluss werden die Glasfasern durch die Leerrohre eingeblasen. Die Maßnahme wird in den kommenden zwei Jahren realisiert.
„Der Glasfaserausbau ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für unseren Landkreis. Wir kommen Schritt für Schritt gut voran und bringen schnelles Internet auch in unsere kleinsten Ortsteile. Gerade der Anschluss von Schulen wie in Herpf zeigt, wie wichtig diese Investitionen für Bildung, Teilhabe und Chancengleichheit sind“, konstatiert Landrätin Peggy Greiser.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung des Breitbandausbaus wartet der Landkreis derzeit auf den Start der zweiten Förderrunde für die Cluster 1 und 4. Der entsprechende Förderaufruf steht bislang noch aus.
Eine zeitnahe Fortführung der Förderprogramme ist aus Sicht des Landkreises entscheidend, um den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und verbleibende Versorgungslücken zu schließen.
In der nächsten Förderrunde sollen Adressen angeschlossen werden, die bereits über eine Leistung von 100 Megabit pro Sekunde verfügen und damit nach den derzeitigen Förderrichtlinien nicht förderfähig waren.
Neben dem Breitbandausbau bleibt auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ein zentrales Thema. Leistungsfähige digitale Strukturen sind Voraussetzung für moderne, bürgernahe Dienstleistungen.
Der Landkreis, der als einer der Digital-Vorreiter in Thüringen gilt, sieht hier weiterhin einen hohen Unterstützungsbedarf durch Bund und Land, insbesondere bei der Umsetzung und Finanzierung entsprechender Maßnahmen.
„Da geht es vor allem um Software, da geht es aber auch um Schnittstellen für Fachanwendungen“, erklärt Greiser.
„Für die Digitalisierung von Verwaltungen braucht es eine verlässliche finanzielle Unterstützung von Bund und Land oder zentral entwickelte und finanzierte einheitliche Anwendungslösungen. Diese Variante hätte den Vorteil, dass wir einen Flickenteppich vermeiden“, so die Forderung der Landrätin.




