Mit Herz, Hand & Idee: Netzwerktreffen der Kita- & Schulgärten Osthessen in Petersberg

Gastbeitrag von Sonja Wuchert

Mit frischen Ideen, viel Engagement und spürbarer Begeisterung trafen sich in der vergangenen Woche die Teilnehmenden des Netzwerks „Kita- und Schulgärten Osthessen“ zu einem inspirierenden Austausch im Garten des Kompetenzzentrums Sprache und Erziehung.

Das seit 2024 bestehende Netzwerk wird in Kooperation des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön e.V. und des Umweltzentrums Fulda e.V. betreut und ist aus einer gemeinsamen Schulgarten-Fortbildung hervorgegangen.

Heute vereint das Netzwerk 15 Schulen und Kitas aus Stadt und Landkreis Fulda. Es bietet Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern eine wertvolle Plattform, um sich über ihre Erfahrungen als Gartenverantwortliche auszutauschen, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen in der Gartenpflege zu finden.

Zudem werden regelmäßig Fortbildungen angeboten. Dabei eint alle Beteiligten eins: die große Leidenschaft, mit der sie ihre Gärten
gestalten und ihre gesamte Einrichtung daran teilhaben lassen.

Wie lebendig und wirkungsvoll diese Arbeit sein kann, wurde beim aktuellen Treffen besonders deutlich. Die beiden Gartenbeauftragten Anne Kessler und Johanna Zentgraf führten die zehn Teilnehmenden mit großer Offenheit über das Gelände.

Neben einem vielfältig wachsenden Garten mit Hochbeeten, Kompostbereich, Totholzecke, kleiner Streuobstwiese und sogar einem Garten-Lädchen beeindruckten vor allem die zahlreichen Projekte mit den Schülerinnen und Schülern.

Dabei wurde klar: Schon kleine Aktionen rund um den Garten können bei Kindern und Jugendlichen nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Eine besonders kreative Idee war es, dass sich Schülerinnen und Schüler aktiv um ein eigenes kleines Gartenstück bewerben mussten.

Dieses Konzept fördert nicht nur Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein, sondern lässt auch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit unmittelbar spürbar werden.

Und wenn einmal etwas nicht gelingt, wird es kurzerhand als „Experiment“ verbucht – ein Ansatz, der Mut macht und zum Weiterprobieren einlädt.

Das Netzwerktreffen zeigte eindrucksvoll, wie viel Potential in naturnahen Lernorten steckt und wie durch gemeinsames Engagement lebendige Bildungsräume entstehen können.

Ein nächstes Treffen ist bereits für den Herbst geplant. Dann wird es unter anderem einen fachlichen Input zum Thema „Naturnahe Gärten“ geben, gestaltet vom NABU Petersberg.