Musikalische Osterferien – Abwechslungsreiches Programm für die Grundschule Frankenheim

Gastbeitrag von Diana Schütz
(Grundschule Frankenheim)

„Musik liegt in der Luft“ - unter diesem Thema standen die Osterferien der Grundschule Frankenheim. Bereits am Montagmorgen konnten die Kinder kaum erwarten, dass unser Ferienprogramm startete, obwohl wir nur mit einer Raterunde das Thema eröffneten.

Zuerst wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt und durften verschiedene Musikinstrumente in zwei Suchsel finden. Bereits das war schon nicht so einfach, da Begriffe wie Euphonium oder Violinschlüssel gefunden werden mussten.

Im Anschluss spielten wir „Montagsmaler“. Jeweils ein Kind zeichnete ein Instrument an unsere Tafel und die anderen versuchten es zu erraten.

Allerdings bauten wir Schwierigkeitsstufen ein, denn jedes Kind hatte nur ein Rateversuch pro Runde und der Zeichner musste mit der linken Hand das Instrument an die Tafel malen.

Obwohl es sehr schwierig klingt, haben die Kinder selbst eine Harfe oder eine Orgel so zeichnen können, dass man sehr gut erkennen konnte, was es für ein Instrument darstellt.

Am Dienstag fuhren wir nach Meiningen ins Schloss Elisabethenburg. Dort wurden wir bereits von Nadine erwartet. Anlässlich des 200. Geburtstag von Georg dem II., wurde eine Ausstellung im Schloss gestaltet, die uns Nadine ausführlich erklärte.

Im roten Salon lud sie uns ein Platz zu nehmen. Dort erfuhren wir, dass Georg am liebsten die Märchen von den Gebr. Grimm las und das Ludwig Bechstein in unterrichtete. Nadine zeigte uns ein dickes Märchenbuch und las das Märchen Dornröschen vor.

Im Anschluss ging es ins Musikzimmer, dort durften sich die Mädchen und Jungen vor verschiedene Blas – und Streichinstrumente stellen. Immer wenn sich ein Kind vor ein neues Instrument stellte, begann es zu spielen. So das wir zum Schluss ein komplettes Orchester hören konnten.

Bevor wir unsere Führung beendeten, spielten wir noch das Dornröschenspiel. Durch kleine Accessoires verwandelten sich einige Kinder in Prinz, Fee und Dornröschen. Alle anderen Kinder bildeten die Rosenhecke und sangen das Lied „Dornröschen war ein Schönes Kind“.

Damit war unser Tag aber noch nicht beendet. Als nächstes nahmen wir an dem Workshop „Instrumentenbau“ teil. Wir malten Holzkugeln in unseren Lieblingsfarben an, stanzten Löcher in Bierdeckel und schnitten Draht zurecht. So entstanden aus ganz einfachen Materialien ganz individuelle Rasseln.

Als nächstes reihten wir Strohhalme aneinander und befestigten diese mit Klebeband. Mit einem großen Schneidgerät wurden die Strohhalme schräg abgeschnitten und halbiert. So hatte jeder im Handumdrehen zwei Panflöten.

Wer wollte, konnte nun noch die Öffnungen auf der einen Seite mit Knetmasse verschließen, so dass der Klang noch besser wurde. Es war ein sehr informativer und gelungener Ausflug, an dem die Kinder eine Menge Spaß hatten.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei den Mitarbeitern des Schlosses Elisabethenburg für die Herzlichkeit bedanken. Da die Kinder so viel Spaß bei dem Workshop hatten, führten wir diesen am Mittwoch an unserer Schule weiter.

Wir zeigten den Kindern eine weitere Variante des Rasselbaus. Mit Papprollen, Bügelperlen und Backpapier klangen die Rasseln in einem ganz anderen Ton, wie die vom Tag zu vor.

Zusätzlich haben wir Tontöpfe bemalt und mit Backpapier bespannt, sodass wunderschöne Trommeln entstanden sind. Bei der Gestaltung konnten die Mädchen und Jungen ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

So entstanden ganz individuelle Musikinstrumente, die alle einen unterschiedlichen Klang hatten.

Wie Instrumente aus Metallschrott klingen, sahen wir uns am Donnerstag in Trusetal auf dem Klangpfad an. Tönende Überraschungen erwartet uns auf dem wild romantischen Rundweg. Auf ca. 900m ist es ein Erlebnispfad für Kinder und Erwachsene jeden Alters.

Der Park befindet sich auf einem ehemaligen Bergbaugelände, einer Fundgrube von Altbeständen. Es soll die Erinnerung wachhalten an die langjährige Geschichte des hiesigen Bergbaus.

Streckenweise läuft die Wegführung direkt am Fluss „Truse“ entlang. Das Geräusch des Flusses liefert eine stimmungsvolle Untermalung für die verschiedenen Klänge. An Klangstäben konnten wir den Glockenschlag vom Big Ben nachspielen, wir brachten eine Schlange zum Tanzen und spürten dabei die Schwingungen als Massage auf unserem Körper.

Beim Schwingen von Blech, ertönten Donnergeräusche und auf dem Trusfon spielten wir „Alle meine Entchen“. Das Riesenxylofon ließen wir erklingen und verschiedene Trommeln wie Gong Duo und Hunt konnten wir schlagen.

Der Kontrabass gleich am Anfang des Pfades hat unseren Kindern sehr viel Spaß gemacht. Der Klangpfad ermöglichte uns ein Eintauchen in Sinneserfahrung mit Tönen aus Musik, Experiment, Improvisation und Abtauchen in eine andere Welt.

Nach so vielen Eindrücken gab es zum Abschluss noch ein leckeres Eis vom Café Wintersport. Leider hat die Zeit nicht mehr gereicht um den Wasserfall zu besteigen. Das werden wir in anderen Ferien nachholen.

Zum Abschluss unserer Ferien führten wir noch Bewegungstänze in unserer Turnhalle durch. Der Stopp-Tanz hat uns besonders viel Spaß gemacht, da sehr lustige Positionen dabei eingenommen wurden.

Mit unseren selbst gebastelten Instrumente veranstaltet wir ein tolles Konzert und wunderschöne, erlebnisreiche Ferien gingen zu Ende.