Neue Milseburghütte feierlich eingeweiht – Blick über die Weiten der Rhön

Beitrag von Rüdiger Christ

Ein neues Kapitel auf der Milseburg, ein Ausflugsziel, das Natur, Geschichte und Gastfreundschaft perfekt verbindet.

Wer hinauf zur 835 Meter hohen Milseburg will, muss sich den Weg verdienen. Vom Wanderparkplatz Danzwiesen führt ein gut einen Kilometer langer, anspruchsvoller Fußweg hinauf, kein Auto, nicht einmal Fahrräder sind hier erlaubt.

Doch die Mühe lohnt sich, oben angekommen warten ein grandioser Blick über die Weiten der Rhön und frühlingshaftes Vogelgezwitscher. Selbst die sich drehenden Windräder in den umliegenden Wäldern treten dabei fast in den Hintergrund.

Der markante Berg mit seiner Kapelle und der neu erbauten Hütte übt seit jeher eine besondere Anziehungskraft aus. Am Freitag wurde die neue Milseburghütte nach über sechseinhalb Jahren Zwangspause und rund drei Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht. Rund 2,4 Millionen Euro wurden investiert, ein Projekt, das nicht ohne Herausforderungen verlief.

Die moderne Hütte bietet auf etwa 90 Quadratmetern Platz für rund 60 Gäste. Ergänzt wird sie durch einen Ausstellungsraum. In der sogenannten „Keltenstube“ gibt es spannende Einblicke in die Geschichte des Berges, naturkundliche Themen und die keltische Besiedlung der Milseburg.

„Milseburg-Pfarrer“ Willi Schmitt sparte bei der Andacht vor der Gangolfskapelle nicht mit Weihwasser und nannte die Milseburg den „schönsten Berg des Universums“.

Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder begrüßte anschließend über 100 geladene Gäste und sprach vom spannendsten und zugleich herausforderndsten Bauprojekt der Gemeinde.

„Der Dreiklang aus Kreuzigungsgruppe, Gangolfskapelle und Hütte ist wieder komplett“, so Röder, der allen Beteiligten für ihren Einsatz dankte, trotz mancher Widerstände, die sogar juristisch überwunden werden mussten.

Auch Landrat Bernd Woide betonte die besondere Bedeutung des Projekts: „Einige Vorhaben vergisst man, die Milseburghütte gehört nicht dazu.“ Regierungspräsident Mark Weinmeister erinnerte sich an seinen ersten Besuch vor fast 50 Jahren im Rahmen eines Klassenausflugs und gratulierte zur gelungenen Umsetzung.

Für die musikalische Umrahmung sorgte ein eigens gegründetes Projektorchester, das der Feier einen würdigen Rahmen verlieh.

Bewirtschaftet wird die neue Hütte von einer engagierten Betreiberfamilie. Heike und Matthias Golbach mit ihren vier Kindern sowie Freunden und Bekannten. Zuhause sind sie in Hofbieber-Elters, mit direktem Blick auf „ihren“ Berg.

Öffnungszeiten:

Nach dem Eröffnungswochenende (18. & 19. April) bleibt die Hütte kurz geschlossen und startet ab dem 26. April in den Regelbetrieb.
Bis 31. Oktober:

Sa, So, Mo & Do: 11–18 Uhr
Fr: 11–21 Uhr

Winter (Nov–März):

Sa bis Mo: 11–18 Uhr

Mehr Infos: www.milseburghuette.de

Das Hütten- Team: Raphaela Keidel, Matthias Golbach, Heike Golbach, Ulrike Kaschlan-Vogler (v.l.n.r.)