Seit über 40 Jahren lernen Grund- und Regelschüler in Kaltennordheim unter einem Dach. Wie der Schulalltag in dem nach dem Rhöndichter Andreas Fack benannten Gebäude abläuft, erfuhren am Samstag zahlreiche Besucher.
Zum alljährlichen Tag der offenen Tür wagten zukünftige und ehemalige Schülerinnen und Schüler einen Blick hinter die Kulissen. Eltern und Großeltern waren ebenfalls gern gesehene Gäste.
Zurück in alten Gefilden waren die beiden ehemaligen Schulleiterinnen Frau Braun (Regelschule) und Frau Clas (Grundschule) sowie Bürgermeister der Stadt Kaltennordheim Erik Thürmer, sein Stellvertreter Uwe Möllerhenn (beide CDU) und Ortsteilbürgermeister Stephan Heym.
Wichtiges Thema mit Tradition: Umweltschutz
Zunächst berichtete die Leiterin der Regelschule, Katrin Bing, voller Stolz von den jährlich stattfindenden Projekten. Besonders hervorzuheben sei die Naturverbundenheit, die durch die erneute Zertifizierung zur Umwelt- und Biosphärenschule deutlich werde.
„Wir haben die Natur direkt vor der Tür“, so Bing. Ihre Schülerinnen und Schüler hätten es sich zur Aufgabe gemacht, den Schulhof stets zu pflegen. So wurden kürzlich Schilder erneuert, die bald wieder aufgestellt werden sollen.
Achtklässler pflanzten Bäume gemeinsam mit dem Forstamt. Dies nahm Roland Burckhardt, Mitarbeiter im Kaltennordheimer Forstamt und NABU-Kreisvorsitzender im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, zum Anlass, sich für die enge Zusammenarbeit mit der Schule zu bedanken.
Sichtlich bewegt erinnerte er sich daran, als er vor 20 Jahren gemeinsam mit Lehrerin Astrid Wenzel, die erste Aktion ins Leben rief: Die Entbuschung eines Steilhangs im Jahr 2006. Später folgte eine große Aufräum- und Aufforstungsaktion nach dem „Kyrill-Sturm“ auf der Hohen Geba.
Um ihr Engagement zu würdigen, lobte der NABU-Kreisverband in diesem Jahr erstmals einen Naturschutzpreis aus: Eine Holzeule für Astrid Wenzel.
Von Zirkus bis Lichterfest: Viel los in der Grundschule
Die Klassen 2 und 3 sangen unter der Leitung von Musiklehrerin Frau Goerge für die Besucher in der Aula. Weitere Gedichte folgten und wurden mit kräftigem Applaus belohnt.
Doch auch in der Grundschule findet der Naturschutz neben den zahlreichen weiteren Projekten seinen festen Platz im Schulalltag. Seit 25 Jahren bekommen die Kaltennordheimer immer wieder den Titel „Umweltschule“ verliehen. Neue Hochbeete, Baumpflanzaktionen und Nistkästen tragen ebenso dazu bei wie der jährliche Cleanup-Day.
„Tradition und Innovation“ habe man sich für dieses Jahr fest vorgenommen, so Marion Scheidler, Schulleiterin in Vertretung.
Ein neues und „unvergessliches Event“ sei beispielsweise das Zirkusprojekt im September vergangenen Jahres gewesen. Und auch der Spendenlauf des Kaltennordheimer Sportvereins, das traditionelle Drachenfest oder auch das relativ neue Lichterfest zu St. Martin sorgen für ein abwechslungsreiches Lernumfeld.
Nicht vergessen dürfe man die Lesewettbewerbe und die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, dem Forstamt und dem Biosphärenreservat, dem Schulförderverein, Sportverein und der Caritas.
Aber auch mit dem Karnevalsverein, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiern durfte, würden die Kinder eine Menge verbinden. Als Erinnerung an den Karnevalsumzug durfte sich Ortsteilbürgermeister Stephan Heym über eine Mappe mit Zeichnungen der Viertklässler freuen, die ihn an dieses Event erinnern sollen.
Jede Menge Action auf dem Schulgelände
Während des ganzen Vormittages nutzten die Besucher die Möglichkeit, das Schulhaus zu besichtigen, mit Lehrern ins Gespräch zu kommen oder sich an frühere Zeiten zu erinnern.
In der Regelschule wurden verschiedene Projekte vorgestellt. Von Tombola, über Glücksraddrehen beim Schulförderverein bis hin zur Sticker-Tauschbörse - hier war kein Platz für Langeweile. Vorträge und interaktive Aktionen wurden ebenfalls im gesamten Schulhaus vorgestellt.
Mit Kuchen, Cocktails, Suppen und Bratwürsten war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kaltennordheim und Frankenheim, das Forstamt, die Wasserwacht und der Sportverein stellten sich auf dem Schulhof vor.
Auch der Schulförderverein informierte über seine Projekte und warb um neue Mitglieder. Ein Quiz im Computerraum, Bastelstationen, Sportspiele und künstlerisches Gestalten rundeten den Tag in Kaltennordheim ab.




























