„Wie geht Natur?!“ – Filmvorführung & Podiumsdiskussion in Zella 19.5.26

Kann ein einzelner Mensch die Natur schützen – und uns ihre Schönheit wieder vor Augen führen? Und kann er die Welt verändern, in der wir leben?

Genau diesen Fragen widmet sich der eindrucksvolle Dokumentarfilm „Wie geht Natur?! – Können wir die Welt verändern?“, der am Dienstag, den 19. Mai, um 20 Uhr in der Thüringer Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gezeigt wird.

Die kostenfreie Veranstaltung bildet den Auftakt zu weiteren geplanten Filmvorführungen in der bayerischen und hessischen Rhön.

Im Anschluss an die rund 60-minütige Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion mit namhaften Gästen aus der Region statt. Der Film porträtiert den Brandenburger Biologen und alternativen Nobelpreisträger Prof. Dr. Michael Succow, einen der prägendsten Naturschützer Deutschlands.

Bereits in seiner Kindheit fällt Succow als außergewöhnlicher Vogelkundler auf. In der Umbruchszeit der politischen Wende wächst er – als unbequemer Naturrechtler und ausgewiesener Moor-Experte – in die Rolle seines Lebens hinein. In einem politischen Kraftakt entwickelt er gemeinsam mit Mitstreitern das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je erlebt hat.

Eine Sternstunde des deutschen Naturschutzes

Das Jahr 1990 markiert eine Sternstunde des Naturschutzes: Fünf Nationalparks, sechs UNESCO-Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen auf rund 4,5 Prozent der Landesfläche der damaligen DDR.

Auf dieser Grundlage kommen in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche weitere Schutzgebiete hinzu. Orte wie die Sächsische Schweiz, Südost-Rügen oder der Spreewald stehen wie auch die Rhön exemplarisch für diese deutsch-deutsche Naturschutz-Revolution.

Der Film „Wie geht Natur?!“ folgt einigen der Menschen, die Michael Succow inspiriert hat, und stellt Visionärinnen und Visionäre vor, die sich heute für gesunde Böden, neue Urwälder und den Erhalt alter Moore einsetzen.

Deutlich wird: Erfolgreicher Naturschutz ist das Ergebnis vieler engagierter Menschen – und gelingende Geschichten entstehen überall dort, wo Verantwortung übernommen wird.

Gespräch mit regionalen Akteuren

Die im Film aufgeworfenen Fragen werden im Anschluss an die Vorführung in einer Podiumsdiskussion vor Ort im historischen Barocksaal der Propstei Zella/Rhön aufgegriffen und vertieft. Mit dabei sind:

  • Karl-Friedrich Abe, ehemaliger Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön (1990–2019)
  • Philipp Metzler, Studienleiter der Point-Alpha-Stiftung
  • Julia Gombert, Leiterin der Natura-2000-Station Rhön und Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes „Thüringer Rhön“ e. V.
  • Erik Thürmer, Bürgermeister der Stadt Kaltennordheim und zertifizierter Natur- und Landschaftsführer

Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle Einzelne, Regionen und Schutzgebiete früher und heute für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen spiel(t)en – und wie sich Engagement langfristig entfalten kann.

Mut machender Blick nach vorn – länderübergreifend in der Rhön

In Zeiten komplexer globaler Herausforderungen setzt der Film ein bewusstes Zeichen gegen Resignation. „Wie geht Natur?!“ macht Mut, sich für eigene Ideale einzusetzen und Verantwortung für die Natur zu übernehmen.

Weitere Vorführungen des Films in der hessischen und bayerischen Rhön sind geplant, sodass die Themen des Films länderübergreifend in der gesamten Rhön aufgegriffen und diskutiert werden können.

Die Veranstaltung ist Teil des Stempelheftes #rhöngeführt und auf 80 Sitzplätze begrenzt. Weitere Informationen zum Film finden sich online unter https://wiegehtnatur.de.

Save the Date – weitere Filmvorführungen in Bayern und Hessen

Nach der Vorführung in der Thüringer Rhön wird der Dokumentarfilm „Wie geht Natur?! – Können wir die Welt verändern?“ auch in den beiden weiteren Teilen der länderübergreifenden Rhön gezeigt.

In der bayerischen Rhön findet die Filmvorführung am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 18 Uhr im Rhönmuseum Fladungen statt. In der hessischen Rhön ist eine Vorführung für Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 19 Uhr im Ulstersaal in Hilders geplant.

Weitere Infos zur den beiden Vorführungen folgen.