Traurige Bilder erreichen den Rhönkanal derzeit aus Stadtlengsfeld. Wieder einmal ist es zu mutwilligem Vandalismus gekommen – und erneut trifft es Orte, die eigentlich für Gemeinschaft, Kinder und Jugendliche geschaffen wurden.
Am Spielturm wurde die Wackelbrücke offenbar mit roher Gewalt beschädigt. Zwei Holzbretter wurden so massiv durchgetreten, dass sie sogar aus ihrer Verschraubung herausbrachen.
Ein Ort, an dem Kinder spielen und lachen sollen, wurde innerhalb kürzester Zeit zum Schauplatz sinnloser Zerstörung.
Doch damit nicht genug: Zwischen Donnerstagabend und Montagnachmittag wurde auch am Jugendclub schwere Sachbeschädigung angerichtet.
Offenbar wurde der Rollladen eines Fensters mit Teilen eines Couchtisches eingedrückt, sodass die dahinterliegende Doppelglasscheibe zu Bruch ging.
Die Scherben verteilten sich im gesamten Innenraum. Auch die Lamellen des Rollladens wurden erheblich beschädigt. Das Ausmaß der Gewalt macht viele sprachlos.
Besonders bitter: Erst im vergangenen Jahr wurde mit dem Jugendclub bewusst ein Treffpunkt geschaffen – auch für jene jungen Menschen, die oft nicht wissen, wohin mit ihrer Freizeit.
Engagierte Einwohner investierten Zeit, Kraft und Vertrauen, um etwas Positives für die Gemeinschaft aufzubauen. Umso größer ist nun die Enttäuschung darüber, dass genau dieses Vertrauen offenbar von einigen mit Füßen getreten wurde.
Viele Bürger zeigen sich erschüttert darüber, wie selbstverständlich Zerstörung mittlerweile geworden ist. Vandalismus scheint für manche zum Alltag zu gehören – doch am Ende zahlen immer alle dafür: die Stadt, die Vereine, die Kinder und die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.
Sogar „Südthüringens schönste Aussicht“ blieb offenbar nicht verschont und wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Die Hoffnung bleibt, dass Zeugen Hinweise geben können und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Denn eines ist klar: Wer mutwillig Gemeinschaftseigentum zerstört, zerstört auch ein Stück Zusammenhalt in einem Ort.










