Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen erweitert seine Fähigkeiten im Bereich der luftgestützten Lageerkundung und hat eine weitere Drohne für den Brand- und Katastrophenschutz beschafft.
Mit der Indienststellung einer modernen DJI Matrice 400 samt Zenmuse H30T-Kamera, leistungsstarkem Scheinwerfer und Lautsprechersystem wird die bestehende Ausstattung gezielt ergänzt. Bereits zwei weitere Drohnensysteme befinden sich im Landkreis im Einsatz – eines bei der Feuerwehr Meiningen sowie ein weiteres, vom Freistaat Thüringen beschafftes System, bei der Bergwacht Oberhof.
Die neue Drohne wird künftig bei der Feuerwehr Floh-Seligenthal stationiert und auf einem speziell dafür vorgesehenen Einsatzfahrzeug verlastet. Die Auslieferung des Fahrzeugs ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Über dessen Indienststellung wird der Landkreis gesondert informieren.
Lautsprechersystem ermöglich Kommunikation mit Personen am Boden
Das System dient insbesondere der schnellen und präzisen Lageerkundung bei Schadensereignissen. Vor allem bei Großschadenslagen, Vegetationsbränden oder Hochwasserereignissen ermöglicht die Drohne eine sichere und effiziente Übersicht aus der Luft – auch unter schwierigen Einsatzbedingungen.
Die DJI Matrice 400 überzeugt durch moderne Technik und hohe Leistungsfähigkeit. Sie verfügt – abhängig von Nutzlast und Einsatzbedingungen – über eine Flugzeit von bis zu 50 Minuten, eine hohe Windstabilität sowie eine Reichweite von mehreren Kilometern. Die integrierte Zenmuse H30T-Kamera kombiniert hochauflösende optische Sensorik mit Wärmebildtechnik und ermöglicht dadurch Einsätze bei Tag und Nacht. Ergänzt wird das System durch einen leistungsstarken Scheinwerfer zur Ausleuchtung von Einsatzstellen sowie ein Lautsprechersystem zur gezielten Kommunikation mit Personen am Boden.
Am 6. Mai 2026 fand ein erstes Treffen interessierter Feuerwehrangehöriger statt, bei dem das neue System vorgestellt wurde. Mehr als 40 Kameradinnen und Kameraden aus den Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde Floh-Seligenthal nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch sowie zur Abstimmung der weiteren Ausbildung und Organisation.
Großes Interesse der Einsatzkräfte
Die Hauptamtliche Beigeordnete Susanne Reich betonte die Bedeutung der Investition.
„Mit der Beschaffung der neuen Drohne stärken wir gezielt die Einsatzfähigkeit unseres Zivil- und Katastrophenschutzes. Moderne Technik ermöglicht es uns, schneller, sicherer und effizienter auf unterschiedlichste Einsatzlagen zu reagieren. Besonders erfreulich ist das große Interesse und Engagement unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die dieses System künftig mit Leben füllen werden.“
Auch Johannes Schneider, Sachbearbeiter Zivil- und Bevölkerungsschutz des Landkreises, unterstreicht den Mehrwert des Systems: „Die Drohne ist für uns ein wichtiges Führungs- und Einsatzmittel, insbesondere zur schnellen Lageerkundung aus der Luft. Sie liefert in kürzester Zeit entscheidungsrelevante Informationen und unterstützt damit die Einsatzleitungen erheblich.“
Mit der Erweiterung seiner Drohnenkapazitäten setzt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen konsequent auf moderne Technologien zur Unterstützung der Gefahrenabwehr und des Bevölkerungsschutzes.
Hinweis an die Bevölkerung:
Im Zuge der weiteren Ausbildung und Übung der Einsatzkräfte kann es künftig vermehrt zu Drohnenflügen im Kreisgebiet kommen.
Der Landkreis weist darauf hin, dass sämtliche eingesetzten Pilotinnen und Piloten umfassend für den sensiblen Umgang mit Bild- und Videodaten geschult sind. Der Schutz der Privatsphäre sowie die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben haben dabei höchste Priorität.

