Der Tierschutzverein Meiningen stellt in dieser Woche wieder seine vierbeinigen Schützlinge vor, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind.
Verschmuste Familienkatze: Lola
Alle Versuche, den Besitzer der entzückenden Lola aus Utendorf ausfindig zu machen, schlugen bisher fehl. Sie scheint einen solchen gehabt zu haben, denn sie ist Menschen absolut zugetan.
Nun sucht das getigerte Fundkätzchen, das Anfang Mai ins Meininger Tierheim kam, also eine neue Menschenfamilie. Denn Lola, die ausgesprochen lieb, zutraulich und verschmust ist, mag menschliche Gesellschaft unbedingt.
Sie war schon einige Zeit suchend und bettelnd in einem Wohngebiet in Utendorf unterwegs gewesen, bevor sie ins Tierheim auf den Rohrer Berg umzog. Wie sie in die Dolmar-Ortschaft gekommen war – denn anscheinend stammt sie nicht von dort, ließ sich leider bis heute nicht rekonstruieren.
Lola wird auf drei bis vier Jahre geschätzt und passt perfekt in eine Familie, gern mit Kindern. Mit ihren Artgenossen hat sie es nicht ganz so. Deren Gesellschaft braucht sie offenbar nicht zum Glücklichsein. Ihre Nachbarn in der Katzenquarantäne knurrt sie jedenfalls dezent, aber bestimmt an.
Da sie schon tage- oder sogar wochenlang umhergestreunert war, hat sie auf alle Fälle den Duft der Freiheit geschnuppert. Lola ist daher ein Freigeist. So sehr sie die Gesellschaft ihrer Menschen schätzt, so dringend braucht sie auch die Möglichkeit, um die Häuser zu ziehen.
Ihre künftige menschliche Begleitung sollte ihr daher nach der Eingewöhnungszeit die Möglichkeit zu sicherem Freigang einräumen. Das liebt und braucht sie. Kennenlernen kann man die reizende Lola im Tierheim nach telefonischer Verabredung unter der Nummer 03693-478460.
Unzertrennliche Schicksalsgemeinschaft: Franz und Frida
Oft lässt es sich nicht vermeiden, Katzengruppen im Tierheim bei der Vermittlung auseinanderzureißen. Welche Menschenfamilie adoptiert schon einen ganzen Wurf. Doch es gibt Geschwister, die so aneinander klammern, dass man sie unmöglich trennen kann – so wie Franz und Frida aus dem Katzenhaus des Meininger Tierheims.
Die beiden Zweijährigen fühlen sich einander derart verbunden, dass es niemand übers Herz brächte, das Band zwischen ihnen zu zerschneiden. Sie sind Familie und Schicksalsgemeinschaft füreinander. Denn die beiden bildhübschen Tigerchen (Franz hat auch etwas Weiß im Tigerfellkleid) hatten nicht allzu viel Glück in ihrem Katzenleben.
In einer kalten Dezembernacht 2024 hatten herzlose Zweibeiner die damals noch jungen Kätzchen vorm Tierheim ausgesetzt. Nach dieser traumatischen Erfahrung wurden Franz und Frida keine Katzen mehr, die Menschen bedingungsloses Vertrauen schenken.
Damit hatten sie es von Anfang an sehr schwer. Mit ihrem abwartenden Verhalten in irgendeiner Ecke fallen sie Katzeninteressenten einfach nicht auf.
Im Laufe der Zeit schafften es die ehrenamtlichen Katzenkuschler im Tierheim, das Geschwisterpaar, das oft und viel miteinander kuschelt, von menschlichen Streicheleinheiten zu überzeugen. Die beiden Miezen haben also durchaus das Potenzial sich in eine Menschenfamilie zu integrieren. Eines Januartages bekamen die Unzertrennlichen dann ihre Chance.
Aber schon nach wenigen Tagen folgte für Franz und Frida die nächste menschliche Enttäuschung: Sie wurden zurückgegeben, noch bevor sie Gelegenheit hatte, sich einzuleben. Zurück im Katzenhaus taten sie sich schwer. Mittlerweile zeigen sie wieder leichte Fortschritte. Haben sie erstmal Vertrauen gefasst, gehen sie schon sehr viel mehr auf den Menschen ein als früher.
Noch immer sucht der Tierschutzverein Menschen, die dem hübschen Pärchen mit offenen Herzen begegnen. Wenn sich die richtigen, möglichst erfahrenen Katzenfreunde finden, die sich Franz und Frida mit Geduld und Ruhe widmen, stehen die Chancen auf ein harmonisches Zusammenleben gut.
Hilfreich wäre für die beiden, nicht allzu oft allein zu sein, damit sich durch viel menschliche Nähe Vertrautheit einstellt. Nach einer ausreichend langen Eingewöhnungszeit freuen sich die beiden Fellnasen bestimmt über sicheren Freigang, denn auch jetzt halten sie sich oft im Außenbereich des Katzenhauses auf.
Wer wendet das Blatt für die Geschwister zum Gute? Es wäre ihnen so zu wünschen. Einen Termin zum Kennenlernen kann man vereinbaren unter der Telefonnummer 03693-478460.
Flausen im hübschen Köpfchen: Carlo
Es gibt Katzen, die entdeckt man erst auf den zweiten Blick. Und es gibt Carlo. Der ist ein echter Hingucker. Und der charmante schwarz-weiße Bursche mit der interessanten Gesichtszeichnung weiß auch ganz genau um seine Wirkung.
Gern wälzt er sich auf dem Rücken, um sich Tierheimbesuchern zu präsentieren und Faxen mit ihnen zu machen.
An Selbstbewusstsein mangelt es dem charismatischen Kater, der vor einigen Monaten in Rohr aufgetaucht war, jedenfalls nicht. Carlo könnte vielleicht um 2020 geboren sein. Genauer lässt sich das bei Fundkatzen nicht sagen.
Der Katzenmann mit dem markanten schwarzen Kinn versteht es, die Zweibeiner um die Finger zu wickeln. Eigentlich erstaunlich, dass er noch immer im Tierheim wohnt. Für den etwas eigenwilligen Carlo braucht es ein neues Zuhause möglichst ohne kleine Menschenkinder, da er manchmal ganz spontan mit der dann gar nicht mehr so samtigen Pfote austeilt.
Selbst beim Schmusen kriegt er gelegentlich solche Flausen ins Köpfchen. Nach einer ausreichend langen Eingewöhnungszeit in den neuen vier Wänden würde sich der Freigeist über sicheren Freigang freuen.
Carlo wartet auf Interessentenbesuch im Tierheim Rohrer Berg – am besten nach telefonischer Voranmeldung bei den Mitarbeitern unter der Nummer 03693-478460.






