Neugestaltung des Stadtparks Gangolfiberg – Geisa bittet um Verständnis & Geduld

Stellungnahme der Stadt Geisa

Der Stadtrat der Stadt Geisa hat im Jahr 2025 die Umsetzung des Projekts „Neugestaltung Stadtpark Gangolfiberg“ beschlossen. Ziel der Baumaßnahme ist es, die historische Parkanlage umfassend zu sanieren und nachhaltig aufzuwerten.

Die zentrale Grün- und Erholungsfläche soll sowohl für Bürger als auch für Gäste deutlich attraktiver gestaltet werden, ohne dabei den historischen Charakter des Ensembles zu verlieren. Vielmehr soll dieser bewahrt und erlebbar gemacht werden.

Fragen und kritische Rückmeldungen

In den vergangenen Tagen sind vermehrt Fragen und kritische Rückmeldungen über die sozialen Medien kommuniziert worden, insbesondere hinsichtlich der Größe der neuen Treppenanlage. Die Stadt nimmt dieses Bedenken aus der Bürgerschaft sehr ernst und möchte den bisherigen Ablauf transparent darstellen.

Bereits im Januar 2025 wurde die Maßnahme in einer öffentlichen Stadtratssitzung durch den beauftragten Planer vorgestellt. An dieser Sitzung nahmen neben den Mitgliedern des Stadtrates auch Ortsteilbürgermeister, Stadtführer, Vertreter des Geschichtsvereins sowie interessierte Bürger teil.

Im Oktober 2025 fasste der Stadtrat nach der Förderbewilligung von 80 % den Beschluss zur Umsetzung des Projekts einschließlich der nun realisierten Ausführung der Treppenanlage.

Der Spatenstich erfolgte im November 2025 mit Einladung der Ortsteilbürgermeisterin und des Ortsteilrates. Dabei wurden die geplanten Elemente vor Ort nochmals erläutert.

Die Planung und Umsetzung erfolgen in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz sowie den zuständigen Fachstellen. Es handelt sich somit um eine demokratisch beschlossene und fachlich abgestimmte Maßnahme.

Ziele der aktuellen Sanierungsmaßnahme

Der Gangolfiberg besitzt eine herausragende Bedeutung für das Stadtbild und die Identität der Stadt Geisa. Mit seinem barocken Garten im vorderen Bereich aus der Zeit um 1816, dem Landschaftsgarten im hinteren Teil sowie historischen Anlagen wie der Gangolfibergkapelle und dem Zentgericht stellt er ein gewachsenes kulturhistorisches Ensemble dar.

Mit den laufenden denkmalpflegerisch abgestimmten Arbeiten werden die wesentlichen Grundstrukturen der historischen Parkgestaltung hervorgehoben und die Begehbarkeit der Wege deutlich verbessert.

Aufgrund der bestehenden Geländetopografie mit teilweise starkem Gefälle waren viele Wegeabschnitte, insbesondere bei nasser Witterung, bislang nur eingeschränkt nutzbar und nicht verkehrssicher.

Der Bereich der neuen Treppenanlage war zuvor lediglich über eine überwachsene Schräge zugänglich, die insbesondere bei feuchtem Wetter keine sichere Nutzung erlaubte.

Die neue Treppe schafft hier eine verkehrssichere Verbindung und bindet die geradlinig verlaufende historische Hauptachse mit ihren prägnanten Alleebäumen im nördlichen Parkteil an das bestehende Wegenetz an.

Diese Achse führt von der höchsten Erhebung des Gangolfibergs in Richtung Schloss. Die Treppenanlage wird mit Handläufen ausgestattet und bietet insbesondere Menschen mit eingeschränktem Gehvermögen eine sichere Möglichkeit, diesen historisch bedeutenden Parkbereich zu erreichen.

Die Anlage befindet sich derzeit noch im Bau und wird durch weitere Erdarbeiten sowie Geländemodellierungen harmonisch in die bestehende Topografie eingebunden. Gemeinsam mit dem geplanten historischen Brunnen bildet sie am nördlichen Ende der historischen Allee einen gestalterischen Übergang zum modernen Schlossanbau.

Die Stadt bittet um Verständnis und Geduld, bis die Maßnahme abgeschlossen ist und sich ein Gesamtbild ergibt. Für eine sachliche Diskussion ist es zudem wichtig, die Entscheidungsprozesse und Zuständigkeiten korrekt darzustellen.

Alle an den Beschlüssen Beteiligten waren in den Prozess eingebunden und tragen gemeinsam Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen.

Die Stadt Geisa wird weiterhin transparent über den Fortgang der Maßnahme informieren. Bürgerinnen und Bürger haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen im Rahmen öffentlicher Stadtratssitzungen einzubringen.