Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, richten wir unseren Blick auf eine faszinierende Epoche der Geschichte, die maßgeblich von außergewöhnlichen Frauen geprägt wurde.
Anna Sophie Hellmuth nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben und Wirken von vier bemerkenswerten Frauen aus den Thüringer Herzogtümern, deren Einfluss weit über die regionalen Grenzen hinausreichte.
Im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen Persönlichkeiten, deren Taten und Lebenswege bis heute nachhallen. Besonders spannend ist die Geschichte von Prinzessin Adelheid aus dem Hause Sachsen-Meiningen.
Sie war nicht nur eine herausragende Persönlichkeit ihrer Zeit, sondern trug auch kulturelle Traditionen in die Welt hinaus: Von Meiningen aus brachte sie den Weihnachtsbaum nach England und legte damit den Grundstein für eine der beliebtesten Weihnachtstraditionen.
Anna Sophie Hellmuth wird an diesem Tag nicht nur die Lebensgeschichten dieser beeindruckenden Frauen erzählen, sondern auch ihre Bedeutung für die Geschichte Thüringens und Europas verdeutlichen. Ein inspirierender Einblick in die Vergangenheit, der zeigt, wie Frauen aktiv Geschichte gestaltet haben und weiterhin prägen.
„Vier Ernestinerinnen erobern Europa“
Hinter der glanzvollen Fassade der europäischen Großmächte des 19. Jahrhunderts wirkte eine Kraft, die in den Geschichtsbüchern oft nur am Rande erwähnt wird: die diskrete Einflussnahme thüringischer Prinzessinnen.
Frauen wie Adelheid von Sachsen-Meiningen (1792-1849), Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1786-1861), Therese von Sachsen-Hildburghausen (1792-1854) und Marie von Sachsen-Weimar-Eisenach (1808-1877) waren weit mehr als bloße Spielfiguren in den Heiratsplänen ihrer Familien.
Aus den kulturell blühenden Kleinstaaten ihrer Heimat stammend, brachten sie eine Bildung und Weltoffenheit mit, die sie an den Thronen von London, Berlin und München zu unverzichtbaren Persönlichkeiten machte.
Diese „leise Macht“ entfaltete sich nicht in offiziellen Ämtern, sondern im Vertrauen privater Beratungen, in weitreichenden Briefnetzwerken und einem beeindruckenden sozialen Engagement.
Sie prägten das Bild der modernen Monarchie, indem sie als religiöse Vermittlerinnen auftraten, bedeutende Kultursalons führten oder in Krisenzeiten sogar als Statthalterinnen politische Verantwortung übernahmen.
Es ist die Geschichte einer Generation von Frauen, die den engen Rahmen ihrer Herkunft sprengten und durch klug genutzte Handlungsspielräume das dynastische Gefüge Europas maßgeblich mitgestalteten.
Der Fokus liegt auf der Kunst, im Hintergrund die Fäden zu ziehen und den Kleinstaaten ihrer Heimat einen festen Platz auf der Weltbühne zu sichern.
Tickets können ab sofort für 8 Euro telefonisch unter 036966-833420 sowie per Mail an info@alfi-museum.de oder zu den Öffnungszeiten der Bibliothek im Schloss Dermbach erworben werden. Der Einlass zum Vortrag ist nur mit einer gültigen Eintrittskarte möglich.
Ort: Schloss Dermbach, rechter Seitenflügel
Einlass: 18 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr
Veranstalter: alfi-Museum e.V. und Bibliothek Dermbach e.V.

