Mitteilung der Freiwilligenagentur Wartburgkreis
Anlässlich des 77. Grundgesetzgeburtstages wurde mit eindrucksvollen Beiträgen sowie starkem Bekenntnis zu Demokratie und Ehrenamt am 22. Mai erstmals der Ehrentag im Wartburgkreis gefeiert.
Als Veranstaltungsort mit besonderer Symbolkraft wurde die „Brücke der Einheit“ in Vacha gewählt.
Was einst trennte, verbindet heute
Mit einem Grußwort eröffnete Bürgermeister Martin Müller die Veranstaltung, bei der sich mehr als 100 Schülerinnen und Schüler des Johann-Gottfried-Seume-Gymnasiums Vacha und der Regelschule Unterbreizbach mit großem Engagement einbrachten.
Initiiert wurde der Ehrentag von der Freiwilligenagentur Wartburgkreis und der Partnerschaft für Demokratie Wartburgkreis in Kooperation mit der Stadt Vacha, dem Seume-Gymnasium sowie der Jugendsozialarbeit der Caritas.
Junge Menschen setzen starke Zeichen
Die Klassenstufen 9 bis 11 setzten sich in unterschiedlichen Projekten kreativ mit den Grundrechten und deren Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben auseinander.
Besonders beeindruckten die großformatigen Kunstwerke entlang der Brücke sowie die szenischen Darstellungen des Kurses „Darstellen und Gestalten“.
Dabei wurde deutlich, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den Werten des Grundgesetzes beschäftigt hatten. Die künstlerischen Arbeiten wurden am Gymnasium von Kunstlehrer Michael Triller begleitet.
Clara Marquardt und Anne-Kathrin Gimpel-Schirmer übernahmen die fachliche Leitung der Theatergruppen. Unter der Federführung von Therese Nelkert folgten auch 22 Schülerinnen und Schüler der Regelschule Unterbreizbach der Einladung, sich den Projekten anzuschließen.
Elf Grundgesetz-Artikel waren auf Bauzaun-Größe auf der Brücke sichtbar. Artikelpatinnen- und Paten aus Ehrenamt, Zivilgesellschaft und Politik hatten im Vorfeld ihren Artikel-Favoriten gewählt und erklärten, warum dieser für sie eine besondere Bedeutung hat.
So auch Simon Ortner von der Partnerschaft für Demokratie zum Artikel 20: „Er ist für mich mit Artikel 1 der wichtigste, weil darin festgelegt ist, dass Deutschland ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat ist.“
Projekt-Auszeichnungen „Jung trifft Alt“
Ein Höhepunkt war die Auszeichnung von 27 Gymnasiasten des Projekts „Jung trifft Alt“. Gemeinsam mit Schulleiterin Beate Dittmar würdigte Heike Grübel vom MehrGenerationenHaus Bad Salzungen das Engagement der Jugendlichen, die sich für Begegnungen zwischen den Generationen einsetzen.
Vertreterinnen der beteiligten Pflegeeinrichtungen aus Geisa, Vacha und Philippsthal bedankten sich persönlich für ihren Einsatz.
Gänsehautmomente auf der Brücke
Für emotionale Augenblicke sorgte der Projektchor unter der Leitung von Heike Günther. Mit Liedern wie „Die Gedanken sind frei“, „Freude, schöner Götterfunken“ und „Imagine“ von John Lennon schuf er eine eindrucksvolle Atmosphäre, die berührte.
Begleitet wurde der Chor von Yannik Helm am Keyboard.
Wertschätzung für gelungene Premiere
Mit einem persönlichen Erlebnis verdeutlichte Gabriele Hörschelmann, Schulleiterin der Regelschule Unterbreizbach, dass Freiheit in Zeiten der DDR keineswegs selbstverständlich war und weiterhin aktiv geschützt werden müsse.
Guntram Wothly, Thüringer Ehrenamtsbeauftragter, und Dr. Niels Lange, Geschäftsführer der Thüringer Ehrenamtsstiftung, zeigten sich beeindruckt.
Sie würdigten sowohl das Engagement aller Beteiligten als auch die besondere Symbolkraft des Ortes. Beide hoben hervor, wie gelungen es sei, Demokratiebildung, Ehrenamt und Begegnung an dieser geschichtsträchtigen Brücke miteinander zu verbinden.
Buntes Ehrenamt - lebendige Demokratie
Mit viel Begeisterung und Herzblut schilderten Diana Lapp und Antje Merzweil von der KulturZeit Unterbreizbach, Stefan Kindermann von den Kleingärtnern „Am Stoff“ aus Vacha sowie Anja Neumann, Geschäftsführerin vom Sozialwerk des dfb Landesverband Thüringen e. V. ihr ehrenamtliches Wirken. Ihre Beiträge verdeutlichten, wie viele Menschen sich täglich für das Gemeinwohl einsetzen.
„Ehrenamt ist eng mit Demokratie verwoben“, sind sich Katrin Biermann und Katrin Knüpfer von der Freiwilligenagentur Wartburgkreis einig.
„Wir freuen uns, gemeinsam mit Simon Ortner im südlichen Wartburgkreis den Startschuss für künftige Ehrentage gegeben zu haben.“
Der erfolgreiche Auftakt hat mit Signalwirkung gezeigt, wie wichtig gemeinsames Engagement für eine lebendige Demokratie ist.







