Gedenken an die vier Todesopfer an der Unfallstelle Kaltensundheim

Zwei Woche nach dem schweren Verkehrsunfall zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen, bei dem vier Menschen – darunter zwei kleine Kinder – ihr Leben verloren, wurde die Unfallstelle am heutigen Sonntag zu einem Ort der Trauer, der Erinnerungen und des stillen Zusammenhalts.

Familienangehörige, Freunde, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sowie viele Menschen aus der Region hatten die Möglichkeit, gemeinsam den Verstorbenen zu gedenken. Blumen, Kerzen, Kuscheltiere und Holzkreuze erinnern inzwischen an das unfassbare Unglück.

Besonders emotional wurde es, als Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Roßdorf an die Unfallstelle traten. Die verstorbene Alicia-Chantal und ihre erst 1,5 Jahre alte Tochter Charlotte waren Teil ihrer Feuerwehrfamilie.

„Uns geht es beschissen. Wir sind wie eine Familie“, erzählen die Feuerwehrleute mit zitternder Stimme.

Viele kämpfen noch immer mit den Bildern und der Realität dieses schrecklichen Verlustes.

Auch Freunde der ebenfalls verstorbenen Chiara und ihres kleinen Sohnes Carlo waren vor Ort.

John und der Lkw-Fahrer Lukas berichteten bewegt davon, dass die beiden erst vor Kurzem noch begeistert in seinem Lkw mitfahren sind, weil der kleine Junge Lkw und Traktoren so liebte. Deswegen wollten sie gerne mit ihrem geschmückten Fahrzeug Abschied nehmen.

Gemeinsam bauten und errichteten die beiden Freunde aus Friedelshausen ebenfalls auch das Holzkreuz an der Gedenkstelle.

Organisiert wurde die Gedenkveranstaltung von Philipp Bursian, Gründer der Initiative Straßenkreuze. Als ehrenamtlicher Trauerbegleiter unterstützt er bundesweit Angehörige von Verkehrsunfallopfern.

„Gemeinsam mit meinem Team kümmern wir uns um die Hinterbliebenen all derer, die durch abrupte Gewalteinwirkung im Straßenverkehr aus dem Leben gerissen wurden“, erklärt er.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Polizei Meiningen und den Freiwilligen Feuerwehren Oberkatz und Mittelsdorf.

An diesem Sonntag wurde deutlich, wie tief dieses Unglück die Menschen berührt hat. Es waren nicht nur Tränen zu sehen, sondern auch stille Umarmungen, fassungslose Blicke und die Erkenntnis, wie schnell sich ein ganzes Leben verändern kann.

Zurück bleiben Schmerz, Erinnerungen und die Hoffnung, dass die vier Verstorbenen niemals vergessen werden.