Erstes Inklusionsfest in Geisa verbindet Sport, Begegnung & Teilhabe

Gastbeitrag von Anja Nimmich

Die Kommunen des Geisaer Landes haben in den letzten zwei Jahren ein Inklusionskonzept entwickelt, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu stärken.

Aus diesem Prozess heraus entstand ein Inklusionsnetzwerk, in dem sich Vertreter der Kommunen, von Vereinen, sozialen Einrichtungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger regelmäßig austauschen und gemeinsame Projekte entwickeln.

Ein erstes sichtbares Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird am Samstag, 19. September 2026, auf der Interkommunalen Sport- und Freizeitanlage in Geisa stattfinden: Das erste Inklusionsfest des Geisaer Landes, das gemeinsam mit dem Geisaer Stundenlauf veranstaltet wird. Organisiert wird die Veranstaltung vom Inklusionsnetzwerk in Kooperation mit der Stadt Geisa.

Darüber hinaus engagieren sich der Verein „WIR mit EUCH Rhön“ e.V. sowie die Spielgemeinschaft Ulstertal als wichtige Partner bei der Umsetzung des Festes.

„Es ist uns wichtig, Menschen zu verbinden und ins Gespräch zu kommen, da die größten Barrieren oft noch in den Köpfen sind“, erläuterte Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel beim letzten Planungstreffen im Mehrzweckgebäude der Sportanlage.

Die Spielgemeinschaft Ulstertal war mit dem Vorschlag, ein Inklusionsfest mit dem bereits traditionellen Geisaer Stundenlauf zu verbinden, gleich einverstanden.

„Sport verbindet Menschen und baut Barrieren ab“, betonten Matthias Abel und Stefan Schlegel von der Spielgemeinschaft. Mit dabei ist auch der Verein „WIR mit EUCH Rhön“ e.V. aus Buttlar, zu dessen Gunsten der Erlös des Festes gehen soll.

Der Verein betreut aktuell etwa 20 Familien mit Angehörigen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. „Wir sind sehr froh, dass das Thema Inklusion mehr in den Fokus gerückt wird und freuen uns natürlich sehr über die Unterstützung“, sagte Vorsitzende Bettina Kranz.

Das geplante Fest soll allen Besuchern ob mit oder ohne Einschränkung ein abwechslungsreiches Programm bieten. „Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Bewegung und gelebte Inklusion“, betonten Christine Göllmann und Susanne Klüber.

Die beiden Frauen aus Wenigentaft und Schleid hatten im Rahmen des Inklusionskonzeptes eine Ausbildung zum „Inklusionsnetzwerker“ bei antonius in Fulda absolviert.

So wird neben dem traditionellen Geisaer Stundenlauf erstmals ein „Buddy-Run“ angeboten. Dabei können Menschen mit Beeinträchtigung gemeinsam mit einer Begleitperson ohne Wertung am Stundenlauf teilnehmen. Im Vordergrund stehen das gemeinsame Erlebnis und die Freude an Bewegung.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Sportabzeichen für Besucher mit und ohne Behinderung abzulegen. Dazu bietet Christian Simon von der Firma SIMONMETALL aus Günthers verschiedene Disziplinen aus den Bereichen Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Koordination an.

Neben einem Rollstuhlparcours, Informationen zur Braille-Schrift und Gebärdensprache und einer XXL-Fußball-Dartscheibe gibt es unter anderem auch eine Hüpfburg sowie eine große Tombola mit tollen Preisen von einem Frühstück im Schloss bis hin zu tollen Gutscheinen der regionalen Firmen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgen die „Trötn’ Heizer“, die die Veranstaltung mit einem Benefizauftritt unterstützen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Besucher können sich auf Gegrilltes, Getränke sowie Kaffee und Kuchen freuen. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Verein „WIR mit EUCH Rhön“ e.V. zugute.

„Wir hoffen nun auf zahlreiche Gäste aus dem gesamten Geisaer Land und darüber hinaus“, betonte Stadträtin Bettina Rust. Mit dem Inklusionsfest soll ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und eine inklusive Gesellschaft gesetzt werden.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum Stundenlauf, Buddy-Run und Sportabzeichen werden rechtzeitig über die Kanäle der Stadt Geisa und der beteiligten Partner veröffentlicht.