Beitrag von Martin Veltum
Geismar. Die umfassende Erneuerung der Straßen „Im Weidig“ und „Pfarrer-Wachtel-Straße“ in Geismar schreitet planmäßig voran. Bei einer aktuellen Baustellenbegehung wurde deutlich, wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind. Schon heute sind die Veränderungen im Ortsbild sichtbar und die Vorteile für die Infrastruktur des Ortsteils erkennbar.
Besonders im Bereich des Schulweges und des Kindergartens entstehen durch die Baumaßnahme deutlich höhere Sicherheitsstandards für Kinder, Eltern und alle Verkehrsteilnehmer.
Umfangreiche Investition in die Zukunft
Die Stadt Geisa erneuert die beiden Straßen derzeit grundhaft. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 996.000 Euro. Die Straßensanierung wird als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen umgesetzt, der gleichzeitig die Kanalinfrastruktur erneuert.
Begleitet wird das Projekt durch das Ingenieurbüro Probst sowie das Tiefbautechnische Büro Werra GmbH. Mit den Bauarbeiten wurde die Baugesellschaft Ulstertal mbH beauftragt.
Die Maßnahme zählt neben der Sanierung des Kindergartens und dem Anschluss Geismars an das Klärwerk zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre im Ortsteil und schafft die Grundlage für eine langfristig leistungsfähige Verkehrs- und Versorgungsstruktur.
Außengebietsentwässerung als Voraussetzung
Bereits seit einigen Jahren bestand der Wunsch, die stark sanierungsbedürftigen Straßen „Im Weidig“ und „Pfarrer-Wachtel-Straße“ zu erneuern. „Die Sanierung der Straßen war jedoch ohne eine vorherige Lösung der Außengebietsentwässerung nicht möglich“, erklärt Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel.
Die ursprüngliche Kostenschätzung für die Außengebietsentwässerung lag jedoch bei knapp 1 Mio Euro. Hierfür gestellte Fördermittelanträge wurden jedoch nicht bewilligt. Gleichzeitig stand die grundhafte Sanierung des Kindergartens an, der über die beiden Straßen erschlossen wird. Daher musste das Vorhaben mehrfach verschoben werden.
Die Stadt entschied sich schließlich, die Außengebietsentwässerung in drei Bauabschnitte aufzuteilen. Der erste und für die Straßensanierung notwendige Teilabschnitt wurde bis Mitte 2025 durch die Baugesellschaft Ulstertal umgesetzt. Für diesen Bauabschnitt waren ursprünglich Kosten von rund 450.000 Euro kalkuliert worden. Der Stadtrat beschloss, die Finanzierung vollständig aus Eigenmitteln der Stadt sicherzustellen.
Dank erfolgreicher Ausschreibungen und alternativer technischer Lösungen konnten die tatsächlichen Kosten auf rund 270.000 Euro reduziert werden. „Vielleicht war die Verzögerung am Ende sogar ein Stück weit Glück im Unglück“, so Bürgermeisterin Henkel. „Seit 2019 werden die früher von den Anliegern zu tragenden Straßenausbaubeiträge nämlich vom Land Thüringen übernommen, so dass die Hauseigentümer nicht mit den gestiegenen Baukosten finanziell stark belastet werden mussten.“
Finanzierung der Straßensanierung
Im Sommer 2025 erfolgte schließlich der offizielle Spatenstich für die Sanierung der beiden Straßen. Für die Finanzierung der Baumaßnahme beantragte die Stadt Geisa die entsprechenden Fördermittel für Straßenausbaubeiträge des Freistaates Thüringen. Das Land übernimmt rund 60 Prozent der Kosten, die Stadt Geisa trägt die verbleibenden 40 Prozent, also etwa 400.000 €.
Parallel investiert auch der Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen in die Modernisierung der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Geplant sind die Verlegung von rund 410 Metern Mischwasserkanal, der Bau von elf Schächten sowie die Herstellung von 25 Grundstücksanschlüssen. Insgesamt investiert der Verband weitere rund 390.000 Euro.
Mehr Sicherheit für Schulweg und Kindergarten
Ein besonderer Schwerpunkt der Baumaßnahme liegt auf der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Vor allem im Umfeld des Kindergartens und entlang des Schulweges entstehen moderne und sichere Rahmenbedingungen für die jüngsten Einwohner des Ortes. Durch die Erneuerung der Verkehrsflächen sowie der darunterliegenden Infrastruktur werden aktuelle technische Standards umgesetzt und langfristig sichere Wege geschaffen. Die Maßnahme leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Ortsteils.
Begeisterung bei den jüngsten Baustellenbesuchern
Mit großem Interesse verfolgen die Kinder aus Geismar die Bauarbeiten. Viele Grundschüler beobachten die Fortschritte täglich auf ihrem Schulweg, während die Kindergartenkinder regelmäßig die großen Baumaschinen bestaunen. Besonders die Mitarbeiter der Baugesellschaft Ulstertal stehen häufig im Mittelpunkt des Interesses. Für viele Kinder sind die Bauarbeiter mit ihren Maschinen echte Vorbilder, die sichtbar dazu beitragen, den Ort weiterzuentwickeln. So wird die Baustelle ganz nebenbei auch zu einem spannenden Lernort für Technik, Handwerk und Bauwesen.
Fertigstellung im Herbst 2026 geplant
Die Arbeiten verlaufen derzeit planmäßig und sollen bis Herbst 2026 abgeschlossen werden. Die Anwohner wurden im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen frühzeitig über die einzelnen Bauabschnitte informiert.
Mit dem Abschluss der Arbeiten in der „Pfarrer-Wachtel-Straße“ und „Im Weidig“ wird die Erneuerung der Geismarer Ortsstraßen nahezu vollendet sein. Als nächstes Projekt steht die Straße „Zur Stätte“ auf der Agenda. Die Planungskosten wurden hierzu bereits in den Haushalt der Stadt für 2026 eingestellt, die Gesamtfinanzierung muss allerdings noch sichergestellt werden.
Sichtbare Fortschritte auf der Baustelle
Die aktuelle Baustellenbegehung zeigt eindrucksvoll, wie konsequent die Stadt Geisa in die Zukunft des Ortsteils investiert. Die sichtbaren Baufortschritte, die moderne technische Umsetzung und die nachhaltige Verbesserung von Sicherheit und Infrastruktur verdeutlichen bereits heute die positiven Auswirkungen des Projektes.
Die begleitende Bildergalerie dokumentiert den Wandel anschaulich. Zu sehen sind Erdarbeiten, Bagger und Radlader sowie die Anlieferung und der Einbau wichtiger Baumaterialien wie Rohre, Schächte, Kies und Schotter. Moderne Verdichtungsgeräte sorgen dabei für die notwendige Stabilität und Langlebigkeit der neuen Verkehrs- und Versorgungsflächen.







































