„Glückstour“ der Schornsteinfeger – Radelnde Glücksbringer machten Station in Hünfeld

Gastbeitrag von Sabine Burkardt

Die „Glückstour“ des deutschen Schornsteinfegerhandwerks machte auf ihrer fast 1000 Kilometer langen Radtour durch Deutschland erstmals auch Station in Hünfeld.

Die Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen wollen mit dieser Tour Spenden für krebskranke Kinder „erstrampeln“. In den zurückliegenden Jahren sind dabei insgesamt acht Millionen Euro zusammengekommen.

Auf ihrer 21. Tour durch Deutschland sind die 50 Schornsteinfeger in diesem Jahr am Pfingstdienstag in Braunschweig gestartet und fahren bis Straubing.

In den jeweiligen Etappenzielen werden die Spendenerlöse direkt an regionale Initiativen, betroffene Familien, Vereine und Kliniken weitergegeben.

In Hünfeld kamen die radelnden Schornsteinfeger am Donnerstag an. Auf der Terrasse des Bonifatiusklosters wurden in großer Runde rund 30.000 Euro an verschiedene Institutionen und Vereine übergeben.

Dabei wurde es emotional, denn die Vertreter der Institutionen und Vereine erzählten von ihrer Arbeit und den Schwierigkeiten, in denen die Familien der schwerkranken Kinder oftmals stecken.

Mit dem Geld könne der Alltag der Familien ein wenig erleichtert werden, heißt es von den Initiatoren der Glückstour.

Jeweils 3.000 Euro erhielten die Aktion Hünfelder Sorgenkinder, das Kinder- und Jugendhospiz „Kleine Helden“ Osthessen, die Kinderkrebshilfe Schlitz, die Selbsthilfegruppe Herzkinder Fulda, der Verein Känguruh, der Malteser Hilfsdienst mit seinem Kinderhospizdienst, der Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen und die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg sowie der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Marburg.

Auch die Stadt Hünfeld unterstützte die Glückstour: Bürgermeister Benjamin Tschesnok übergab gemeinsam mit den Stadtwerken einen Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro.

Tschesnok bedankte sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement: „Wir begrüßen euch sehr herzlich hier in Hünfeld. Das, was ihr macht, ist großartig,“ so der Bürgermeister.

Am Donnerstagabend gab es für alle Teilnehmenden der Glückstour noch ein gemeinsames Abendessen in der Aha-Gastronomie. Spontan sang der Männergesangverein Hünfeld den Schornsteinfegern dort sogar ein Ständchen.

Das Feedback der radelnden Glückbringer war durchweg positiv: „Wir haben uns hier in Hünfeld sehr wohl gefühlt, alles war top organisiert, und alle sind hier sehr herzlich.“

Bevor die Tour am Freitag weiter nach Bad Neustadt ging, machten die Glücksradler noch einmal einen kurzen Stopp vor dem Hünfelder Rathaus.

Hier wurden die Teilnehmenden neben Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadträtin Karin Grosch auch vom Landtagsabgeordneten Thomas Hering und der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ines Claus begrüßt.

„Es berührt mich sehr, was Sie leisten“, sagte Ines Claus. Bürgermeister Benjamin Tschesnok knüpfte nochmals an seine Worte vom Abend zuvor an: „Es ist wirklich großartig, was ihr auf die Beine stellt.“