Roboterassistiertes OP-System unterstützt die Operateure bei der individuellen Planung und präzisen Umsetzung. Am 24. Juni können Interessierte, Betroffene und Angehörige das System im Klinikum live erleben.
Das Helios Klinikum Meiningen setzt als erste Klinik in Südthüringen das roboterassistierte OP-System Mako bei Kniegelenkersatzoperationen ein. Damit erweitert das zertifizierte EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung sein Behandlungsspektrum um eine moderne Technologie, die die erfahrenen Operateure bei der Planung und Durchführung von Knieprothesen unterstützt. Für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Kniearthrose kann das Verfahren mehr Präzision, eine schonendere Operation und eine schnellere Mobilisation nach dem Eingriff bedeuten.
Im EndoProthetikZentrum Meiningen werden jährlich mehr als 600 primäre Endoprothesen implantiert. Die Operateure verfügen jeweils über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Endoprothetik. Zugleich ist das Klinikum Referenzklinik für die Helios Kliniken im Cluster Mainfranken-Südthüringen.
Operation mit höchster Präzision
„Roboterassistenz bedeutet nicht, dass ein Roboter operiert. Die Operation bleibt vollständig in der Hand des erfahrenen Operateurs“, sagt Dr. Bernhard Öhlein, Chefarzt der Othopädie am Helios Klinikum Meiningen. „Das System liefert uns zusätzliche Informationen, unterstützt die exakte Planung und hilft dabei, diese Planung während des Eingriffs sehr präzise umzusetzen.“
Vor der Operation wird mithilfe einer Computertomographie ein detailliertes Bild des Knies erstellt. Daraus entsteht ein virtuelles 3D-Modell der individuellen Knieanatomie. Auf dieser Grundlage kann das Implantat vorab geplant und in Größe, Ausrichtung und Position auf die Patientin oder den Patienten abgestimmt werden. Während des Eingriffs stellt das System dem Operateur Daten in Echtzeit zur Verfügung.

So können Bewegung und Spannung des neuen Gelenks kontinuierlich beurteilt und der Operationsplan bei Bedarf angepasst werden. Durch den Einsatz des Mako OP-Roboters wird die langjährige operative Erfahrung mit einer Technologie verbunden, die die individuelle Anatomie noch stärker berücksichtigt. Gerade beim künstlichen Kniegelenk kommt es auf wenige Millimeter an.
Für viele Patientinnen und Patienten kann diese Präzision entscheidend dafür sein, wie gut sich das neue Gelenk später anfühlt. Das Mako-System zeichnet sich durch einen vergleichsweise hohen Schutz des Gewebes aus.
Auch aus Sicht der Klinikleitung ist die Einführung des Systems ein wichtiger Schritt für den Standort. „Dass wir als erste Klinik in Südthüringen roboterassistierte Operationen mit dem Mako-System anbieten, ist ein starkes Signal für die medizinische Entwicklung unseres Klinikums“, sagt Claudia Holland-Jopp, Klinikgeschäftsführerin des Helios Klinikums Meiningen.
„Wir investieren gezielt in Bereiche, in denen unsere Teams über hohe fachliche Expertise verfügen und Patientinnen und Patienten aus der Region einen direkten Nutzen haben.“
Mako live erleben: Informationsveranstaltung am 24. Juni
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das neue OP-System am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 16 bis 19 Uhr im Helios Klinikum Meiningen kennenlernen. Die Informationsveranstaltung richtet sich an Interessierte, Betroffene und Angehörige.
Im Foyer gibt es Informations- und Beratungsstände der Orthopädie, des EndoProthetikZentrums und der Physiotherapie. Besucherinnen und Besucher können das Mako-System live erleben, kennenlernen, selbst testen und direkt mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Ergänzend finden im Konferenzraum Fachvorträge statt zu den Themen „Mako: Der OP-Roboter für Ihr neues Kniegelenk“ sowie „Schneller fit nach der Kniegelenk-OP: Fast Track Endoprothetik erklärt“.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Besucherinnen und Besucher können kostenfrei parken (Ausfahrtticket an der Rezeption erhältlich).

