Symbolischer Bandschnitt: Neue Radwege stärken Mobilität, Sicherheit & Tourismus

Beitrag von Martin Veltum

Mit einem symbolischen Bandschnitt haben Vertreter der Gemeinden, Ortsbeiräte, Planer, Bauunternehmen sowie zahlreiche Radfahrer am Freitag zwei neue Radwegeverbindungen offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

In einem feierlichen Rahmen wurde damit ein Infrastrukturprojekt abgeschlossen, das die Region nachhaltig prägen wird: Insgesamt 4,7 Kilometer neue beziehungsweise grundlegend ausgebaute Radwege stärken künftig das regionale Radwegenetz, erhöhen die Verkehrssicherheit und fördern zugleich den Tourismus.

Begleitet von zahlreichen Gästen durchschnitten die Verantwortlichen gemeinsam das rote Band und gaben die neuen Strecken zwischen Langenberg und Mahlerts sowie zwischen Mahlerts und Unterbernhards offiziell frei. Die Maßnahme gilt als wichtiger Baustein für eine moderne und zukunftsfähige Mobilitätsinfrastruktur in der Region.

4,7 Kilometer für mehr Sicherheit und bessere Vernetzung

Die Strecke zwischen Langenberg und Mahlerts umfasst 3.095 Meter und überwindet einen Höhenunterschied von rund 135 Metern.

Sie verbindet künftig die Orte Langenberg und Schwarzbach mit dem Nüsttal-Radweg und schafft darüber hinaus eine direkte Anbindung an den Milseburgradweg bei Elters. Bestehende Wirtschaftswege wurden umfassend erneuert und teilweise auf 3,50 Meter verbreitert.

Die zweite Verbindung zwischen Mahlerts und Unterbernhards mit einer Länge von 1.622 Metern wertet den Nüsttal-Radweg erheblich auf. Besonders bedeutsam ist die neu geschaffene sichere Querung der Landesstraße L 3176 sowie der Nüst. Damit konnte ein langjähriger Gefahrenpunkt für Radfahrer beseitigt werden.

Acht Jahre von der Idee bis zur Umsetzung

Für den Ortsvorsteher von Mahlerts, Joseph Henkel, war die Einweihung ein besonderer Moment. In seinen Dankesworten erinnerte er daran, dass das Projekt bereits vor acht Jahren angemeldet worden war.

„Heute sehen wir, dass sich Beharrlichkeit auszahlt. Dieser Weg ist ein echter Gewinn für unsere Region. Besonders wichtig war uns, dass er nicht nur dem Radverkehr dient, sondern auch den Anforderungen der Landwirtschaft gerecht wird. Dieser Wunsch wurde erfüllt“, betonte Henkel.

Sein Dank galt allen Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Planung, Bauausführung sowie den Grundstückseigentümern, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten.

Aus Schotterwegen wurden moderne Verbindungen

Auch Schwarzbachs Ortsvorsteher Sebastian Mannz zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Wir freuen uns sehr über diese Investition in die Infrastruktur. Was früher ein einfacher Schotterweg war, ist heute eine moderne und funktionale Verbindung, die sowohl Radfahrern als auch der Landwirtschaft zugutekommt.“

Die neuen Wege seien ein sichtbares Beispiel dafür, wie Infrastrukturprojekte mehrere Interessen erfolgreich miteinander verbinden könnten.

Lob für politische Unterstützung

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Martin Herbst, hob die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor.

„Solche Projekte gelingen nur, wenn Politik, Verwaltung und die beteiligten Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen. Mein Dank gilt allen Beteiligten sowie den politischen Gremien, die die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt haben.“

Die Investition sei ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums.

Wegweisende Bedeutung für die Region

Bürgermeister Ronny Günkel (Hilders) würdigte insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hofbieber und dem Landkreis.

„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was durch innovative und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg möglich ist. Die neuen Radwege schließen wichtige Lücken im Netz und schaffen Perspektiven für weitere Verbindungen in der Zukunft.“

Günkel stellte die strategische Bedeutung der Maßnahme heraus. Die neuen Wege verbesserten nicht nur die Sicherheit für Radfahrer, sondern stärkten auch den sanften Tourismus, förderten klimafreundliche Mobilität und erhöhten die Lebensqualität in den beteiligten Ortsteilen.

Gerade in einer touristisch geprägten Region seien attraktive und sichere Radwege ein entscheidender Standortfaktor.

Erfolgsmodell interkommunale Zusammenarbeit

Der Bürgermeister des Luftkurortes Hofbieber, Markus Röder, blickte auf den Projektverlauf zurück und erinnerte an zahlreiche Herausforderungen, die während der Planungs- und Bauphase bewältigt werden mussten.

Grundstücksfragen, die Planung der Straßenquerung, Finanzierungsfragen sowie anspruchsvolle topografische Bedingungen hätten das Vorhaben begleitet. Umso größer sei die Freude über die erfolgreiche Fertigstellung.

„Das Ergebnis zeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Bauhof, politische Gremien, Planungsbüros, Unternehmen und Bürger gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Beteiligten für ihren Einsatz, ihre Geduld und ihre Unterstützung.“

Röder lobte insbesondere die Mitarbeitenden der Verwaltungen und Bauhöfe beider Gemeinden, die das Projekt über Jahre hinweg begleitet hätten.

Gute Symbiose aller Beteiligten

Einigkeit herrschte auch bei den weiteren Rednern. Ottmar Seng, stellvertretender Ortsvorsteher von Unterbernhards und selbst 29 Jahre lang Ortsvorsteher, sprach von einem „Meilenstein für die Region“.

Auch Dirk Eckerscham vom beauftragten Ingenieurbüro hob die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit hervor: „Von der ersten Planung bis zur Fertigstellung haben alle Beteiligten hervorragend zusammengearbeitet. Diese konstruktive Symbiose war ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“

Die Umsetzung erfolgte durch die Firma Heinrich Küllmer GmbH & Co. KG, die Planung und Bauüberwachung lag in den Händen des Ingenieurbüros Eckerscham.

Mehr Lebensqualität entlang der Strecke

Neben den eigentlichen Radwegen wurden vier attraktive Rastplätze geschaffen.

Dazu gehören eine Liegebank bei Langenberg, eine überdachte Sitzgruppe am Knotenpunkt Richtung Langenberg, Schwarzbach und Mahlerts, eine weitere Sitzgruppe oberhalb von Mahlerts sowie eine überdachte Rastmöglichkeit am Waldrand.

Diese Aufenthaltsbereiche laden künftig Einheimische und Gäste gleichermaßen zum Verweilen ein und steigern die Attraktivität der Strecke zusätzlich.

Investition in die Zukunft

Mit der offiziellen Freigabe ist ein Projekt abgeschlossen, das weit über den reinen Straßenbau hinausgeht. Die neuen Radwege schaffen sichere Verbindungen, stärken die Naherholung, fördern den Tourismus und verbessern die Erreichbarkeit der Ortsteile.

Zugleich sind sie ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch interkommunale Zusammenarbeit nachhaltige Infrastruktur für kommende Generationen geschaffen werden kann.

Der symbolische Bandschnitt am Freitag markierte damit nicht nur das Ende einer langen Planungs- und Bauphase – sondern zugleich den Beginn eines neuen Kapitels für das Radfahren in der Region.