Gastbeitrag von Rüdiger Christ
Auch die Sonne meinte es am Sonntagnachmittag besonders gut mit der feierlichen Einführung von Pfarrer Dr. Detlef Metz in der St.-Michael-Kirche Neidhartshausen.
Mehr als 200 Gemeindemitglieder und Gäste verfolgten den festlich gestalteten Gottesdienst. Die St.-Michael-Kirche war dabei sehr gut besucht und spiegelte die große Freude über die Besetzung der Pfarrstelle nach mehr als fünf Jahren Vakanz wider.
Zu Beginn begrüßte Superintendent Christoph Ernst die zahlreichen Gäste sowie die Gemeindemitglieder aus dem gesamten Pfarrbereich. Anschließend verlas Christine Rothhämel vom Vorsitz der Kirchengemeinde die Berufungsurkunde von Pfarrer Dr. Detlef Metz.
Die Ernennung gilt mit Wirkung vom 1. Juni 2026 bis zum 31. März 2031 und wurde von Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland unterzeichnet.
Aufgrund der kleiner gewordenen Gemeinden umfasst die Pfarrstelle im Pfarrbereich Empfertshausen, zu dem Andenhausen, Brunnhartshausen und Neidhartshausen gehören, künftig einen Dienstumfang von 50 Prozent.
Weitere 50 Prozent seines Dienstes wird Dr. Metz vertretungsweise im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach leisten, insbesondere im Pfarrbereich Kaltennordheim sowie in der südlichen Region des Kirchenkreises.

In seiner Ansprache betonte Superintendent Christoph Ernst, dass mit diesem Tag „gemeinsam ein neues Kapitel aufgeschlagen wird.“
„Wir alle freuen uns, dass nach einer langen Vakanz von über fünf Jahren wieder eine Pfarrstelle im Pfarrbereich Empfertshausen besetzt werden kann“, sagte Ernst.
Zwar seien die Zeiten vorbei, in denen nahezu jedes Dorf über eine eigene Pfarrerfamilie verfügte, doch gelte es, die Herausforderungen der Gegenwart anzunehmen und Kirche neu zu gestalten.
Besonders dankbar zeigte sich der Superintendent darüber, dass Pfarrer Dr. Metz gemeinsam mit seiner Ehefrau, Pfarrerin Eleonore Merkel, in die Region gekommen ist.
Sie wird im September dieses Jahres ihren Dienst im Kirchenkreis antreten und die Pfarrstelle des Pfarrbereiches Roßdorf-Wernshausen übernehmen. Das Pfarrerehepaar wird künftig in Dermbach wohnen und von dort aus seine Aufgaben wahrnehmen.
Ernst würdigte zudem die Bereitschaft des erfahrenen Geistlichen, im fortgeschrittenen Dienstalter noch einmal einen neuen Weg einzuschlagen: „Es zeigt, dass Pfarrer Dr. Metz nicht den bequemen Weg in den Ruhestand sucht, sondern bereit ist, noch einmal etwas Neues zu wagen.“
Im Mittelpunkt seines Wirkens stehe die Verkündigung des Evangeliums. Kirche baue sich dort auf, wo Menschen leben, beten und arbeiten.
Sein Herz schlage für die Menschen vor Ort, so Ernst. Abschließend wünschte er dem neuen Pfarrer Gottes reichen Segen, Kraft und viele gute Begegnungen in der Region.
Im anschließenden Einführungsteil fragte Superintendent Ernst Pfarrer Dr. Metz, ob er bereit sei, den Dienst im Pfarrbereich Empfertshausen und im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach zu übernehmen.
Der Geistliche beantwortete die Frage mit einem klaren „Ja“. Auch die versammelte Gemeinde, die Kirchenräte und die Mitarbeitenden des Kirchenkreises wurden gefragt, ob sie bereit seien, mit dem neuen Pfarrer zusammenzuarbeiten.
Die Antwort erfolgte einstimmig: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ Die Zustimmung wurde mit langanhaltendem Applaus begleitet.
Zu den ersten Gratulanten gehörten Pfarrerin Silke Glöckner aus Dermbach, Pfarrer Alfred Spekker aus Frankenheim, die ehemalige Vakanzvertreterin Pfarrerin Elisabeth Eschweiler sowie Empfertshausens Bürgermeister Antonio Häfner und Neidhartshausens Ortsteilbürgermeister Michael Kümpel.
Mit großer Freude wurde auch das Begrüßungsständchen der Christenlehre-Kinder aufgenommen. Unter der Leitung von Gemeindepädagogin Ellen Schmuck bereiteten die jüngsten Gemeindemitglieder dem neuen Pfarrer einen herzlichen Empfang.
In seiner Predigt griff Pfarrer Dr. Metz ein historisches Zitat des damaligen sowjetischen Botschafters in der DDR, Pjotr Abrassimow, auf.
Dieser hatte die Unterzeichnung des Viermächte-Abkommens über Berlin im September 1971 mit den Worten „Ende gut, alles gut“ kommentiert.
Von diesem Gedanken aus spannte Metz den Bogen zu aktuellen Herausforderungen und verwies abschließend auf Gottes Zusage, den Menschen treu zu bleiben. Auf diese Verheißung könne man vertrauen - „Ende gut, alles gut“.
Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Christine Rothhämel allen Mitwirkenden, die zum Gelingen der feierlichen Einführung beigetragen hatten.
Ihr Dank galt den Gemeindemitgliedern aller Kirchengemeinden, dem Kirchgartenteam, Ellen Schmuck und den Christenlehre-Kindern, der Trachtenkapelle „De Nedertshüser“ unter Leitung von Günter Meß, Organist Stephan Ader sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern.

Ein besonderer Dank wurde außerdem den Pfarrern Gerald Kotsch, Elisabeth Eschweiler und Silke Glöckner sowie der Vakanz Koordinatorin Nadja Ramisch ausgesprochen, die während der mehr als fünfjährigen Vakanz wichtige Dienste geleistet hatten.
Grußworte erreichten Pfarrer Dr. Metz auch aus seiner bisherigen Kirchengemeinde Bobenhausen.
Der katholische Pfarrer Ulrich Pasenow von der Nachbargemeinde St. Familia in Dermbach sorgte mit einem kurzen und humorvollen Grußwort für Schmunzeln: „Ich halte mein Grußwort richtig flott, Herr Pfarrer Dr. Metz, Grüß Gott.“ Dafür erhielt er herzlichen Beifall.

Mit einem Blumenstrauß wurde auch Pfarrerin Eleonore Merkel, die Ehefrau des neuen Pfarrers, willkommen geheißen.
Zum Abschluss lud Christine Rothhämel alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Kaffee trinken in das Dorfgemeinschaftshaus ein.
Dort bot sich die Gelegenheit zu zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen mit dem neuen Pfarrer. Die große Resonanz und die herzliche Atmosphäre machten deutlich, wie sehr sich die Gemeinden über ihren neuen Seelsorger freuen.















