Rock, Chor & Akkordeon – Musikalisches Wochenende in Völkershausen

Mitteilung der Chorgemeinschaft Vacha 1975 e.V.

Ein bewegtes Wochenende erlebte das Dörfchen Völkershausen vom Anfang Juni. Da feierte das „Basaltbeben“ sein 5-jähriges Bestehen auf der Freilichtbühne mit einer eindrucksvollen Headlinershow, ein Rock-Deutschrock-Open-Air-Festival der besonderen Art.

Am Sonntagnachmittag lud die Chorgemeinschaft Vacha zum „Frühlingskonzert“ in die Michaeliskirche. Chor, Posaunenchor und die Solisten wurden vom Chorleiter Klaus Enders geführt und am Piano begleitet.

In einer lichtdurchfluteten Kirche, frühlingshaft geschmückt, wurden die Mitwirkenden und zahlreiche Gäste herzlich begrüßt und durchs Programm geführt.

Die Chorgemeinschaft Vacha versucht immer wieder, neue Auftrittskonzepte anzubieten, die Beiträge thematisch abzustimmen und Überraschungsgäste einzubauen. So entstand ein abwechslungsreiches, fröhliches und emotionales Programm über fast zwei Stunden.

Unter dem Motto „Geh aus mein Herz und suche Freud“ des Theologen und Kirchenlieddichters Paul Gerhardt (1607-1676) eröffnete der Posaunenchor der Kirchgemeinde mit dem Bläserstück „Sommerfreude“, in dem dieser bekannte Choral bereits erklang und anschließend von allen Mitwirkenden und dem Publikum gesungen wurde, das bunte Frühlingsprogramm.

In den folgenden Beiträgen zogen sich die Impulse „Freude“ und „Frieden“ durch das gesamte Programm. An bestimmten Stellen wurde auch das Publikum aktiv singend oder klatschend einbezogen.

Das Ehepaar Klaus und Renate Enders baut in seine Chorprogramme gerne junge Talente und Musikerfreunde aus ihrem Umfeld ein. Das jüngste Talent war Simon Lotz aus Völkershausen (14 Jahre alt und Schüler der Musikschule „J. S. Bach“ Wartburgkreis). Er spielte auch ein Stück von J. S. Bach auf der Trompete und wurde von Klaus Enders begleitet.

Im örtlichen Posaunenchor musizieren Claudia Walter, Bernd Wiese, Manfred Boullie, Rainer Spiegel und nun auch die Schülerin (Klasse 11) Angelina Schirmer, Marika Schanz, Frank Witzel und Klaus Enders (Übungsleiter).

Solistisch erlebte das Publikum Angelina Schirmer mit der Friedenshymne "Imagine" von J. Lennon auf ihrer Posaune.

Marika Schanz und Mandy Lückert nahmen das Publikum mit in die Welt des Musicals „Tarzan“ und sangen den Song „You’ll be in my heart“ von Phil Collins und mit der Chorgemeinschaft den Bob-Dylan-Song „Blowing in the Wind“.

Das Programm der Chorgemeinschaft war gekennzeichnet durch themenbezogenes Chorliedgut: Frühlings- und Friedenslieder, Kanons, vom Choral bis „Der einfache Friede“ (Text: Gisela Steineckert).

Der gemischte Chor Stadtlengsfeld, unter der Leitung von Frau Wolfram, feiert vom 19. bis 21. Juni sein 80-jähriges Bestehen und die Chorgemeinschaft Vacha wird am Sonntag zu den Gratulanten gehören. Der Chor hatte schöne Volksliedbearbeitungen mitgebracht, z. B. „Kommt, ihr Gspielen“ oder „Stand ein Birkenbaum“.

Gäste, die eine weitere Anreise hinter sich hatten, waren zwei Musikfreunde aus dem Harz und aus Franken.

Im Jahr des Akkordeons spielte dieses vielseitige Instrument natürlich eine besondere Rolle. Als Duo erlebte die Hörerschaft Klaus Enders und Hans Kalenyak mit den klanglichen Möglichkeiten dieses Instruments.

Zu Gehör brachten die Beiden zwei Stücke „Feierstimmung“ und eine Bearbeitung des „Ungarischen Tanzes“ von J. Brahms. Später im Programm nochmal im Terzett mit Flügelhorn, gespielt von Frank Rudat. Er brillierte mit einem Satz aus einem Concerto, begleitet von Klaus Enders am Piano.

Nun noch ein Blick auf den Gastgeberchor: Die Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Vacha proben seit einigen Jahren im Pfarrhaus (eingemietet). Da bietet es sich an, die Michaeliskirche, die mittlerweile den Ruf einer wunderbaren Konzertkirche hat (siehe Jahresprogramm des Gemeindekirchenrates 2026), Pfarrhaus und Pfarrgarten auch für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.

Ein eingespieltes Team, Chorgemeinschaft und Gemeindekirchenrat sorgten dafür, dass die Konzertbesucher und Gäste zum Verweilen eingeladen werden konnten. Im Angebot waren selbstgebackener Kuchen, Kaffee, Deftiges und eine gute Getränkeauswahl.

Die Spenden am Kirchenausgang erhielt die Kirchgemeinde als Nutzungsgebühr und für die Sanierung der Kirchenfenster.

Als Mitgestalter, Solist oder als Gast konnte man spüren, wie wohltuend und berührend diese Art von Gemeinsamkeit und Musizierfreude sein kann. Das haben an diesem Wochenende viele Akteure im Dorf Völkershausen erleben dürfen.

Danke, dass es Menschen gibt, die weder Mühe noch Engagement scheuen, ihren Mitmenschen und Gästen solche Erlebnisse zu ermöglichen. Wertschätzung und Respekt beiden Veranstaltern.