Gastbeitrag von Winfried Möller
„Zum Blut des Herren wallen wir“ so erklang es als 505 Wallfahrerinnen und Wallfahrer, darunter 35 Musiker, den Hohen Dom zu Fulda verließen.
Nach dem Aussendungsgottesdienst am Samstagmorgen, dem Prälat Christof Steienr vorstand, machten sie sich auf die viereinhalbtägige Wallfahrt zum Heiligen Blut im badischen Wallfahrtsort Walldürn.
Zum 321. Mal lösen sie damit ein seit dem Jahre 1706 bestehendes Pestgelübde ein. Die Walldürnwallfahrt gehört zu den größten mehrtägigen Wallfahrten des Bistums Fulda und steht dieses Jahr unter dem Leitwort: „Die Liebe hört niemals auf “ (1 Kor 13,8).
In seiner Predigt knüpfte Prälat Christof Steinert an die Geschichte der Emmaus Jünger an. Kaum ein Text sei passender für eine Wallfahrt.
Jeder und jede breche bei der Walldürnwallfahrt aus seinem Alltag auf und nehme neben guten Erinnerungen die Sorge um Gesundheit, Familie, eigenes Leben, Verlust eines geliebten Menschen oder um den Arbeitsplatz mit.
Hinzu käme die Sorge den Glauben an die nächste Generation nicht weitergeben zu können oder zu erleben, dass Menschen sich vom kirchlichen Leben abwenden würden.
Deshalb sei es gut sich gemeinsam auf den Weg zumachen und mit den Mitpilgernden im Gespräch und im Gebet zu teilen, was einem sorgt und beschäftigt.
Die Verbundenheit der „Weg-Gemeinschaft“ der Walldürnpilgern beinhalte die Gewissheit, dass Jesus, wie bei den Emmaus-Jüngern den Weg mitgehe. Das Jubiläum „ 400 Jahre Blutaltar“ in Walldürn zeige, dass die Liebe niemals aufhört, wie das diesjährige Leitwort laute.
Liebe bedeute, sich öffnen für den Glauben, Weggemeinschaft Christi erfahren, die Sehnsucht nach Jesus Christus teilen und die Flamme des Glaubens in anderen zu entfachen. Er wünschte den Wallfahrenden, dass sie spürten, dass die Liebe Gottes niemals aufhört.
Über Kerzell, Rothemann, Döllbach und Motten erreichten die Pilgernden am Samstagabend Speicherz., Der zweite Wallfahrtstag am Dreifaltigkeitssonntag begann mit dem Jugendgottesdienst in der Klosterkirche auf dem Volkersberg.
Über Bad Brückenau, Oberleichtersbach (Mittagrast) und dem 80 Einwohnerort Geiersnest (Kaffeepause) sowie Neuwirtshaus erreichten die Wallfahrend am Sonntagabend Hammelburg. Ein besonderer Höhepunkt wird „Maria im Grünen Tal“ bei Retzbach sein.
Am Mittwoch wird Bischof Dr. Michael Gerber die letzte Wegstrecke zum Gnadenort Walldürn mitpilgern.
In der Basilika feiert er mit den Wallfahrerinnen und Wallfahrern, sowie Gästen die Eucharistie und wird gemeinsam mit dem Walldürner Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula, OFM Conv und der Fuldaer Wallfahrtsleitung langjährige Pilger ehren.




