Gastbeitrag von Katrin Knüpfer
Im Rahmen des 18. thüringenweiten Schülerfreiwilligentages engagieren sich zwei Bad Salzunger Schulen.
Die Schülerinnen und Schüler waren in elf Einsatzstellen aktiv. Im Zuge dieses Projektes taten zum vierten Mal Siebtklässler aus der Kreisstadt Gutes für das Gemeinwohl.
Ein Tag voller nachhaltiger Eindrücke
Die Thüringer Ehrenamtsstiftung hatten vor 18 Jahren den Schülerfreiwilligentag initiiert. In Bad Salzungen fand er zum vierten Mal statt.
Siebte Klassen des Dr. Sulzberger Gymnasiums sowie der Werratal-Regelschule unterstützten insgesamt elf soziale Einrichtungen, Vereine und Institutionen im Stadtgebiet und erhielten dabei praxisnahe Einblicke in die vielfältige Welt des Ehrenamtes.
Ehrenamt erlebbar machen
Ziele des Schülerfreiwilligentages sind, junge Menschen frühzeitig mit ehrenamtlichem Engagement in Berührung zu bringen und ihnen die gesellschaftliche Bedeutung freiwilliger Arbeit bewusst zu machen.
Gerade für ehrenamtliche Aufgaben wird zunehmend nach engagiertem Nachwuchs gesucht. Der Aktionstag bietet Schülerinnen und Schülern deshalb die Möglichkeit, vielfältige Tätigkeitsfelder kennenzulernen und erste Erfahrungen im Ehrenamt zu sammeln.
Ob im Sozialbereich, bei Vereinen, im Natur- oder im Bevölkerungsschutz – die Jugendlichen konnten erleben, welchen wichtigen Beitrag Ehrenamtliche tagtäglich für das gesellschaftliche Zusammenleben leisten.
Ohne Einsatzstellen nicht möglich
Organisiert wurde der Schülerfreiwilligentag in Bad Salzungen gemeinschaftlich von der Freiwilligenagentur Wartburgkreis sowie dem Dr. Sulzberger Gymnasium und der Werratalschule.
Die wichtigsten Akteure waren jedoch die Einsatzstellen.
„Die Bereitschaft der Einrichtungen und Vereine, ihre Türen für die Schülerinnen und Schüler zu öffnen, war von Anfang an enorm groß. Viele Einsatzstellen haben sofort die Sinnhaftigkeit und den nachhaltigen Nutzen des Projektes erkannt und sich mit viel Engagement eingebracht.
Dass Ehrenamtliche sich an diesem Tag zusätzlich Zeit genommen haben, um jungen Menschen ihre Arbeit näherzubringen, verdient große Anerkennung“, erklärt die Freiwilligenagentur Wartburgkreis.
Die Jugendlichen wurden in den Einsatzstellen herzlich aufgenommen, aktiv eingebunden und während des Tages begleitet.
Vielfältige Einsatzorte in Bad Salzungen
Im Diako Seniorenzentrum „Martin Luther“ wurden die Schülerinnen und Schüler mit Neugier und Herzlichkeit von den Bewohnerinnen und Bewohnern empfangen und fanden schnell Anschluss.
Beim Salzunger Tafel e.V. sowie beim DRK-Kleiderladen wurde den jungen Menschen schnell bewusst, wie wichtig diese Anlaufstellen für viele sind.
Auch hier brachten sie sich mit Fleiß und Engagement ein. Beim Rhönklub Zweigverein Bad Salzungen e. V. auf dem Frankenstein wurde handfest zugepackt und die Außenanlage auf Vordermann gebracht.
Auch bei der Bürgerinitiative Naturschutz in Leimbach waren fleißige Hände am Werk und brachten 78 Stauden als Nahrungsquelle für Insekten in den Boden. Beim Museumsverein Bad Salzungen e.V. bereiteten die Siebtklässler das anstehende Museumsfest mit vor und verschönerten in der benachbarten SOLEWELT den Saunagarten.
Hilfsbereit und aufgeschlossen gingen die Schülerinnen und Schüler auf die Kinder in der Diakonia Kita am See, in der Mutter-Kind-Klinik „Maria am See“ sowie im Förderzentrum Paul Geheeb zu und unterstützten zudem bei den allgemeinen Tagesabläufen.
Beim „Aktiv im Leben mit Behinderung Wartburgkreis e.V.“ wurde eifrig an Rollstuhlfahrerrampen gebaut, um für mehr Barrierefreiheit in der Region zu sorgen. Hierfür wurden unzählige Lego-Steine verklebt.
Viel Technisches, aber auch Spannendes vermittelte Bad Salzungens Freiwillige Feuerwehr, in dem sie beispielsweise die Funkanlage, Schutzkleidung oder die Drehleiter vorführte und so das Interesse der Jugendlichen gewann.
Am Folgetag wurde im MehrGenerationenHaus eine gemeinschaftliche Auswertung veranstaltet. In kurzen Vorträgen gaben die Siebtklässler ihre Eindrücke wieder.
Einige Einsatzstellen waren der Einladung gefolgt, spiegelten das Erlebte und erklärten sich begeistert bereit, im nächsten Jahr wiederholt dabei zu sein.
Mit dem Schülerfreiwilligentag wurde erneut deutlich, wie wichtig frühzeitige Begegnungen mit ehrenamtlichem Engagement sind.




