Gastbeitrag von Julia Otto
Ein festlicher Klang erfüllte am Sonntag die Stadtkirche Bad Salzungen: Rund 200 Sängerinnen und Sänger kamen zum Kirchenchortreffen 2026 zusammen und gestalteten gemeinsam einen abwechslungsreichen musikalischen Gottesdienst.
Elf Chöre aus dem Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach sowie ein Gastchor aus dem Dekanat Schmalkalden präsentierten ganz nach dem Motto „Viva la música – Es lebe die Musik!“ die Vielfalt der Kirchenmusik in der Region.
Neben gemeinsamen Chorwerken erhielt jeder Kirchenchor die Möglichkeit, eigene Stücke vorzutragen und so sein musikalisches Profil einzubringen. Zu Gast war die aus Frankenberg angereiste Kantorin Eunshil Yoo, die gemeinsam mit weiteren Kantorinnen und Kantoren der Region den Gottesdienst mitgestaltete.
Zu den gemeinsamen Höhepunkten, bei denen sich alle Chöre zu einem großen Klangkörper vereinten, zählten „Alta Trinita Beata“, das Segenslied von Thomas Riegler sowie das „Vater unser“ in der Vertonung von Nicolai Kedrov. Dafür gab es großen Applaus.
Pfarrer Karl Weber begrüßte die zahlreichen Mitwirkenden und Gäste am Sonntag Trinitatis und ordnete den Tag theologisch ein: „Wir machen das am Sonntag Trinitatis, dem Sonntag, an dem wir feiern und begreifen dürfen, wer Gott ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Gesang ist eine der schönsten und besten Weisen, das unergründliche Wesen Gottes zu erkunden.“
In seiner Predigt stellte Superintendent Christoph Ernst den „Aaronitischen Segen“ aus dem 4. Buch Mose in den Mittelpunkt. Er betonte die enge Verbindung von Singen und Segnen und deren Wirkung auf das menschliche Leben.
„Wenn wir singen, richten wir unseren Fokus auf das, was uns trägt und größer ist als unsere Sorgen. Und wenn wir den Segen empfangen, ob gesungen oder gesprochen, nehmen wir genau diese Kraft und diesen Trost mit in unseren Alltag“, so Christoph Ernst.
Auch Kreiskantor Damian Poloczek, der das Kirchenchortreffen erstmals organisiert hatte, zog ein positives Fazit des musikalischen Tages: „Wir haben einen Gottesdienst erlebt, in dem viele Musikgruppen gesungen haben und gezeigt haben, womit wir arbeiten und was uns antreibt.
Es gibt so viele schöne Lieder, die wir hören durften – es muss nicht immer dasselbe gesungen werden. Das macht diesen Tag aus.“
Zum Abschluss überreichten Kreiskantor Damian Poloczek, Pfarrer Karl Weber und Superintendent Christoph Ernst als Dank für die Teilnahme Urkunden an die Kirchenchöre.
Dabei hieß es: „Wir danken den Kirchenchören für den wunderbaren musikalischen Beitrag und den engagierten Dienst. Mit eurem Gesang und eurer Freude am gemeinsamen Musizieren habt ihr dieses Chortreffen bereichert und das Gotteslob auf vielfältige Weise hörbar gemacht. Eure Stimmen verbinden Herzen und stärken unsere Gemeinschaft.“
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen Sängerinnen, Sänger und Gäste im Gemeindezentrum bei Kaffee und Kuchen zusammen. Der Austausch bot Gelegenheit zur Begegnung und zum geselligen Ausklang des Tages.
Das Kirchenchortreffen 2026 zeigte eindrucksvoll, wie lebendig die Kirchenmusik in der Region ist. Die Verbindung von vielfältigem Gesang, gemeinsamer Feier und geistlicher Tiefe machte deutlich: Musik verbindet Menschen – und Segen begleitet sie.












