Albtraumhaus in Roßdorf – Mutter muss Spielzeug der Kinder verkaufen

Eigentlich sollte es ein Neuanfang werden. Doch für Mutter Sandra, ihren Mann Patrick, ihre beiden Kinder Sarafina, Samira und die 71-jährige Schwiegermutter wurde der Umzug nach Roßdorf zum Albtraum.

Nachdem die Familie ihr Eigenheim aufgeben musste, zog sie voller Hoffnung in ein gemietetes Haus. Doch statt Sicherheit und Geborgenheit erwarteten sie Schimmel, kaputte Fenster, eine teilweise ausgefallene Heizung, Ungeziefer und Mäuse. Inzwischen ist die Situation so dramatisch, dass große Teile des Hauses nicht mehr bewohnbar sind.

Die Familie lebt auf engstem Raum im unteren Bereich des Gebäudes zusammen mit der Schwiegermutter. Das eigentlich gemietete Obergeschoss kann wegen des Schimmelbefalls nicht mehr genutzt werden. Zu viert schläft die Familie auf einer Couch.

„Es ist katastrophal“, sagt Sandra mit zitternder Stimme.

Besonders schwer trifft sie die Situation ihrer Kinder. Die beiden dürfen ihre eigenen Zimmer nicht mehr betreten und müssen zum Spielen ins Wohnzimmer der Oma ausweichen.

„Wir haben Angst um unsere Kinder“, erzählt die Mutter verzweifelt.

Die Belastung endet jedoch nicht an der Haustür. Sandra kümmert sich täglich um ihren schwer erkrankten Mann, der an einer seltenen, bislang nicht heilbaren Erkrankung leidet. Zusätzlich pflegt sie ihre Schwiegermutter. Trotz dieser vielen Arbeit und Verantwortung versucht sie ihre Familie zusammenzuhalten.

Nach ihren Angaben raten sogar Ärzte dringend dazu, das schimmelbelastete Haus schnellstmöglich zu verlassen. Doch wohin? Seit Monaten sucht die Familie verzweifelt nach einem neuen Zuhause – bisher ohne Erfolg.

„Wir haben alles verloren, als wir hierher gezogen sind. Wir haben noch nicht einmal eigene Möbel. Und jetzt müssen wir Angst um unsere Kinder haben“, sagt Sandra. Die Verzweiflung ist ihr deutlich anzuhören.

Selbst Spielsachen der Kinder verkauft die Familie inzwischen vor dem Haus. Nicht, weil sie das möchte, sondern weil sie hofft, irgendwann in ein neues Zuhause ziehen zu können. Und wenn das in eine Wohnung ist, dann müssen Teile weg. Besonders schmerzhaft ist dabei die Frage der kleinen Tochter:

„Mama, warum verkaufst du unser Spielzeug?“

Jetzt richtet die Familie einen dringenden Hilferuf an die Menschen in der Region.

Gesucht wird ein kleines Haus zur Miete oder als Mietkauf – alternativ eine größere Erdgeschosswohnung. Der genaue Ort ist zweitrangig. Wichtig ist nur, dass die Familie endlich einen Ort findet, an dem sie ohne Angst leben kann. Der Bereich Bad Salzungen und die umliegenden Orte wären ideal.

Wer der Familie helfen kann oder ein passendes Objekt kennt, darf sich gerne beim Rhönkanal oder direkt bei der Familie melden.

Manchmal braucht es nicht viel, um das Leben einer Familie zu verändern – manchmal reicht schon ein sicheres Zuhause.