Mitteilung des Bistums Fulda
„Die Hünfelder Brandprozession ist ein stilles Licht der Hoffnung“, sagte Dechant Markus Günther bei der Andacht vor der großen Statue des Stadtpatrons St. Ulrich vor dem Rathaus am späten Abend des St. Ulrichtages.
Die Anwesenheit Christi in der Monstranz solle deutlich machen, sagte der Dechant, dass Christus das Licht sei, das viel stärker sei als jedes Feuer und jede Gefahr.
Dass die Stadt verdunkelt sei und die Teilnehmer eine kleine Kerze trügen, zeige, dass dieses Licht durch die Gemeinschaft der Menschen hell erstrahlen könne, so unscheinbar es auf den ersten Blick sein möge.
Christus rufe dazu auf, in seiner Liebe zu bleiben. Die Kirche lebe von all den Menschen, die in der Liebe Christi gerufen seien.
Auch wenn in der Welt eine Krisenmeldung die nächste übertreffe und die Menschen im Großen wie im Kleinen mürbe zu werden drohten, dürften sie auf diese Liebe vertrauen.
Seit über 570 Jahren folgen die Hünfelder Bürger dem Gelöbnis, das sie nach einer verheerenden Brandkatastrophe im 15. Jahrhundert gegeben hatten.
Am 4. Juli, dem Gedenktag des Bischofs von Augsburg, halten sie diese Prozession ab, damit die Stadt durch die Fürsprache des Heiligen vor weiterem Schaden bewahrt bleiben möge.
Von der Stadtpfarrkirche St. Jakubus ging die Prozession, begleitet durch die Klänge der Stadtkapelle, durch die Hauptstraße zum Rathausplatz, wo Pfarrer Dr. Michael Müller das Segensgebet sprach.

