Gastbeitrag von Jennifer Schellenberg
Die Kreisstraße K 513 zwischen Willmanns und Völkershausen ist nach Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten am Dienstag offiziell freigegeben.
Der Streckenabschnitt wurde im Auftrag des Landratsamtes Wartburgkreis grundhaft ausgebaut und umfassend instandgesetzt. Anlass der Maßnahme war die Abstufung der bisherigen Landesstraße L 2601 zur Kreisstraße K 513.
„Mit der Freigabe der Kreisstraße K 513 schaffen wir eine deutlich verbesserte und sichere Verkehrsanbindung für die Menschen vor Ort sowie für den Wirtschaftsverkehr.
Die Maßnahme war aufgrund der topografischen Verhältnisse anspruchsvoll, wurde aber mit großem Engagement aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt.
Mein Dank gilt den ausführenden Firmen, dem Planungsbüro, den Fördermittelgebern sowie allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauzeit“, erklärt Landrat Dr. Michael Brodführer.
Rund 1,4 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur investiert
Die Planungs- und Baukosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro.
Davon wurden rund 1,26 Millionen Euro durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr gefördert. Die Förderung erfolgte zu 90 Prozent über die „Richtlinie zur Förderung von kommunaler Verkehrsinfrastruktur“ (RL-KVI).
Mit der Förderung konnte ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur im Wartburgkreis geleistet werden.
Zwei Bauabschnitte umfassend erneuert
Der Maßnahmenumfang erstreckte sich auf zwei Streckenabschnitte. Im ersten Abschnitt von der Ortsdurchfahrt Willmanns bis zur Zufahrt des Steinbruchs am Dietrichsberg erfolgte ein grundhafter Ausbau einschließlich Streckenverbreiterung und Hangbefestigung auf einer Länge von rund 680 Metern.
Im zweiten Abschnitt zwischen der Zufahrt des Steinbruchs am Dietrichsberg und Völkershausen wurden auf einer Länge von rund 720 Metern die Fahrbahndecke saniert und die Außengebietsentwässerung instandgesetzt.
Die ausgebaute Fahrbahn weist nun eine Breite von 5,50 Metern Asphalt zuzüglich 65 Zentimetern befahrbare Bordrinne sowie Nebenflächen auf.
Im Zuge der Arbeiten wurden rund 9.000 Kubikmeter Boden bewegt. Zur Sicherung des Steilhangbereichs entstand zudem eine rund 450 Meter lange Gabionenwand.
Ausgleichspflanzungen und ökologische Begleitmaßnahmen
Neben den Straßenbauarbeiten wurden umfangreiche Ausgleichspflanzungen vorgenommen. Insgesamt wurden 40 Bäume, 180 Heister und 195 Sträucher gepflanzt. Die Pflanzarbeiten erfolgten im Herbst 2025 sowie im Frühjahr 2026.
Mit dem Planungsbeginn im November 2023 wurde die Grundlage für den Ausbau der Kreisstraße K 513 geschaffen.
In den folgenden Monaten wurden die notwendigen Voraussetzungen für die Umsetzung der Maßnahme erarbeitet, darunter die Schaffung des Baurechts, die Klärung des Grunderwerbs sowie die Vorbereitung der Förderung.
Nach der öffentlichen Ausschreibung im Frühjahr 2025 und der Bewilligung der Fördermittel konnte die Baumaßnahme umgesetzt werden.
Die Arbeiten begannen am 20. Mai 2025 und wurden mit der offiziellen Freigabe des Straßenabschnitts am 30. Juni 2026 im Wesentlichen abgeschlossen.
Hintergrund
Im Zuge der Abstufung wurde die Gesamtbaumaßnahme in drei Teilabschnitte gegliedert. Der am Dienstag offiziell freigegebene Teilabschnitt umfasst den Bereich vom Ende der Ortsdurchfahrt Willmanns bis zum Anschluss an die B 84 am Kreisverkehr Vacha.
Für diesen Abschnitt liegt die Baulast beim Wartburgkreis. Der Abschnitt von der Reismühle, an der Gemarkungsgrenze Oechsen/Vacha, bis zum Ende der Ortsdurchfahrt Willmanns liegt in der Baulast der Stadt Vacha und wurde bereits durch den Freistaat Thüringen umgesetzt.
Im Bereich vom Anschluss an die L 2601 bei Oechsen bis zur Reismühle liegt die Baulast bei der Gemeinde Oechsen; dort wird die Straßenbaumaßnahme demnächst fortgeführt.





