Die Rhön wagt den Ausnahmezustand: Vom 1. August bis zum 23. August 2026 versinkt das Dreiländereck zwischen Bayern, Hessen und Thüringen in der Finsternis.
Was nach einer Krisenmaßnahme klingt, ist in Wahrheit das größte Astronomie-Spektakel der Region: Die siebten Sternenparkwochen starten mit einem Rekordprogramm von rund 150 Veranstaltungen – dem bislang umfangreichsten Angebot seit Bestehen der Aktionswochen.
Rekord-Programm im UNESCO-Biosphärenreservat
In sechs Landkreisen setzen das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und die Rhön GmbH ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung und für den Schutz der natürlichen Nacht.
Das Ziel ist die Rückeroberung des Sternenhimmels und der Schutz von Lebensraum.
„Die Sternenparkwochen sind weit mehr als ein touristisches Erlebnis; sie sind ein Appell an uns alle“, betont Ramona Zimmer, Projektleiterin der Rhön GmbH.
„Mit jeder Lampe, die wir bewusst ausschalten, retten wir ein Stück echte Nacht und schützen damit die Biodiversität sowie die Lebensräume von Tieren, Pflanzen und Menschen.“
Gänsehaut-Momente: Sonnenfinsternis und „Chill-Out“
Ein absolutes Highlight des Sommers 2026 ist das Spiel von Licht und Schatten am Firmament unter dem Motto „Sonnenfinsternis und Chill-Out“. Die Rhön bietet hierfür spektakuläre Logenplätze:
- Sonnenfinsternis auf dem Radom der Wasserkuppe: Erleben Sie das Naturschauspiel am höchsten Punkt Hessens inklusive Sonnenuntergang.
- Sonnenfinsternis-Beobachtung auf dem Gläserberg in Thüringen.
- Sterne und Wein: In der Bayerischen Rhön werden spezielle Führungen angeboten, die die Sonnenfinsternis mit regionalem Genuss oder der Beobachtung von Sternschnuppen kombinieren.
Zudem versprechen die Sternschnuppenführungen zu den Perseiden magische Augenblicke für jedermann. Insgesamt sind etwa 30% der Angebote barrierearm gestaltet, um den Sternenhimmel und die Erlebnisse rund um die Sternenparkwochen zugänglicher zu machen.
„Licht aus, Sterne an!“: Kommunen ziehen den Stecker
Vom 7. bis 9. August 2026 wird es ernst: Bei der Aktion „Licht aus, Sterne an!“ schalten zahlreiche Rhöner Kommunen die öffentliche Beleuchtung zeitweise komplett ab.
Dieser Schritt soll die natürliche Nacht in ihrer vollen Intensität erlebbar machen und ein deutliches Statement für den Naturschutz setzen. Die Besucher erwartet eine Rhön, noch dunkler als sie bereits ist: still, lichtlos und unter einem funkelnden Sternenmeer.
Zwischen Yoga, Fledermäusen und Schafen
Das Programm der Sternenparkwochen zeigt, wie vielfältig die Nacht sein kann: Das Spektrum reicht von Himmels-Pilates und Yoga unter freiem Himmel bis hin zu nächtlichen Exkursionen mit dem Ultraschall-Detektor, um Fledermäuse aufzuspüren.
Wer das Abenteuer sucht, kann bei der Veranstaltung „Stille. Sterne. Schafe.“ sogar unter freiem Himmel bei einer Schafherde übernachten oder im „Rhöner Sternenwagen“ Nächte mit Panoramablick genießen.
Jetzt Plätze im Dunkeln sichern
Viele der exklusiven Angebote, wie „Alpakas, Wein und Sternschnuppen“ oder Astrofotografie-Kurse, sind erfahrungsgemäß schnell ausgebucht. Das vollständige Programm ist unter www.rhoen.info/sternenparkwochen veröffentlicht.



