Danke – Rhöner zeigen Herz für Fahrer & Einsatzkräfte nach schweren Unfall

Der schwere Verkehrsunfall zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen, bei dem vier Menschen – darunter zwei kleine Kinder – ihr Leben verloren, hat eine Welle der Trauer und Hilfsbereitschaft ausgelöst.

Neben den Spendenaktionen für die Hinterbliebenen wurde am gestrigen Mittwoch auch eine besondere Spendensammlung abgeschlossen: für den unverschuldet beteiligten Lkw-Fahrer und die Feuerwehren, die an diesem Tag im Einsatz waren.

Die beiden Initiatorinnen Martina Hartmann und Janina Werner aus der Gemeinde Rhönblick übergaben die Spendengelder persönlich. Insgesamt kamen 13.328,22 Euro für den Lkw-Fahrer sowie 5.633,20 Euro für die beteiligten Feuerwehren zusammen. Auch der VdK beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 450 Euro.

42 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kaltensundheim, Kaltennordheim, Aschenhausen, Mittelsdorf und Kaltenwestheim waren an diesem schrecklichen Einsatz beteiligt. Viele von ihnen kämpften stundenlang um das Leben der vier Unfallopfer – vergeblich.

Bei der Übergabe wurde deutlich, wie sehr die große Anteilnahme die Einsatzkräfte bewegt. Gleichzeitig betonten sie ausdrücklich, dass sie keine finanzielle Unterstützung erwarten oder benötigen. Viel wichtiger sei ihnen die Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Ein einfaches „Danke“, ein freundliches Wort oder der Besuch eines Feuerwehrfestes bedeute ihnen oft mehr als Geld.

Dennoch nahmen die Kameradinnen und Kameraden die Spende als ein außergewöhnliches Zeichen der Anerkennung entgegen. Sie zeige, dass viele Menschen verstanden haben, welche seelische Belastung Einsätze wie dieser mit sich bringen. Die Spendengelder sollen deshalb sinnvoll und langfristig – unter anderem für die Nachsorge der Einsatzkräfte – eingesetzt werden.

Auch der Lkw-Fahrer, der nach bisherigen Erkenntnissen keine Schuld an dem Unglück trägt, erhält durch die Spenden Unterstützung. Körperlich hat er den Unfall überstanden, doch die Bilder dieses Tages werden ihn vermutlich ein Leben lang begleiten.

Die Initiatorinnen wollten mit ihrer Aktion vor allem eines erreichen: Dass neben den Familien der Verstorbenen auch diejenigen nicht vergessen werden, die unfreiwillig Teil dieser Tragödie wurden.

Die Feuerwehren richteten ihren Dank ausdrücklich an alle Spenderinnen und Spender. Gleichzeitig laden sie alle herzlich zu ihren Tagen der offenen Tür und Veranstaltungen ein. Denn Wertschätzung zeigt sich nicht nur durch Geld – sondern auch durch Interesse, Begegnungen und ein ehrliches Dankeschön.

Alle Beteiligten hoffen nun auf einen Abschluss des tragischen Ereignis.