Beitrag von Rüdiger Christ
Zum 25. Holzbildhauersymposium in Empfertshausen gehören traditionell nicht nur beeindruckende Holzkunstwerke, sondern auch kulturelle Höhepunkte.
Am Freitagabend sorgte Ronald Müller auf dem Festplatz des Rhönschnitzerdorfes für einen besonderen musikalischen Abend. Es war sein erster öffentlicher Auftritt als Songwriter – oder, wie er sich selbst nennt, „Songreiter“.
Der 1969 in Empfertshausen geborene Musiker lebt heute mit seiner Familie im Rhönstädtchen Kaltennordheim. Seit rund 40 Jahren steht er auf der Bühne. Seit 2005 komponiert und textet er zudem für die mittelalterliche Musikgruppe „Sagenhaft“, wobei er sich immer wieder vom reichen Sagenschatz der Rhön inspirieren lässt.
Zu seinen großen musikalischen Vorbildern zählen Reinhard Mey, Konstantin Wecker, Hannes Wader sowie Joan Baez. Sein persönliches Motto lautet: „Zuhören und mehr miteinander reden.“
Mit seinen ausschließlich deutschsprachigen Liedern präsentierte Ronald Müller tiefgründige Texte, die zum Nachdenken anregen. Das zahlreiche Publikum verfolgte den Auftritt mit großer Aufmerksamkeit und honorierte ihn mit langanhaltendem Applaus.
Zu den vorgetragenen Eigenkompositionen gehörten unter anderem „Ein Herz voller Lieder“, „Nur ein Komödiant“, „Kleine Wunder“, „Irgendwo dazwischen“, „Heute hier, morgen da“, „Jetzt“ sowie als besonderer Höhepunkt „Hannes, Reinhard und ich“.
Zwischendurch interpretierte Müller auch Lieder seiner musikalischen Vorbilder und begeisterte damit die Besucher ebenso.
Nach Sonnenuntergang wurde aus den Holzresten des fünften Symposiumstags ein Lagerfeuer entzündet, das eine ganz besondere Abendstimmung schuf und den gelungenen Konzertabend stimmungsvoll abrundete.
Zum Gelingen der Veranstaltung trug auch die Kirmesgesellschaft mit der Bewirtung der Gäste bei. Für den guten Ton sorgte Thomas Ender, während sich auch Bürgermeister Antonio Häfner tatkräftig als Helfer einbrachte.
So wurde der Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung und zugleich zu einem erfolgreichen Auftakt für Ronald Müller als „Songreiter“. Das Publikum dürfte sich freuen, wenn weitere Konzerte dieser Art künftig das kulturelle Leben in der Rhön bereichern.















