Gastbeitrag von Nancy Bojens
(Kur- und Touristikunternehmen Bad Salzungen)
Mit der Anhörung zur Petition der Initiative „Bäder in Not“ rückt die Zukunft der Thüringer Hallenbäder erneut in den Mittelpunkt der Landespolitik. Die mehr als 30 Thüringer Hallenbäder des Bündnisses erwarten nun verbindliche Entscheidungen.
Die seit September 2025 formulierten Forderungen gelten unverändert: Thüringen braucht eine dauerhaft tragfähige Finanzierung seiner Hallenbäder und eine klar benannte politische Verantwortung.
Erfolgreiche Petition: 22.776 Unterschriften
Nach einer gemeinsamen Resolution und viel beachteten Demonstration vor dem Thüringer Landtag im Herbst vergangenen Jahres war die Petition der Thüringer Bäder der nächste Schritt der Bäderinitiative.
Am 5. März 2026 wurde die Petition mit 22.776 Unterstützerunterschriften an Landtagspräsident Dr. Thadäus König übergeben. Die Anhörung vor dem Petitionsausschuss ist ein wichtiger Schritt und muss nun zu konkreten und belastbaren Ergebnissen führen.
Exakt 3.100 Bürgerinnen und Bürger der Region haben im Februar die Petition zur Erhaltung der Thüringer Hallenbäder unterstützt und dafür in der SOLEWELT ihre Unterschrift abgegeben. Diese beachtliche Anzahl an Unterschriften hat maßgeblich zum Erfolg der landesweiten Aktion beigetragen.
In der Anhörung vor dem Petitionsausschuss wird die Initiative die Bedeutung der Bäder und die Notwendigkeit der gesicherten Finanzierung in den Fokus rücken.
Hallenbäder sind unverzichtbare Daseinsvorsorge
Hallenbäder sichern Schulschwimmen, Schwimmausbildung, Vereins– und Gesundheitssport, touristische Angebote sowie gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig steigen Personal-, Energie- und Materialkosten weiter.
Kostendeckende Eintrittspreise sind weder realistisch noch sozial vertretbar. Trotz dauerhafter Anstrengungen und Maßnahmen der
Modernisierung können die Kommunen und Betreiber die strukturelle Finanzierungslücke nicht allein schließen.
Die Initiative „Bäder in Not“ appelliert an Landtag und Landesregierung: Die Anhörung darf nicht bei der Beschreibung der Probleme stehen bleiben. Es braucht schnelle und verbindliche Entscheidungen für eine verlässliche Finanzierung, klare politische Zuständigkeiten und einen konkreten Zeitplan.
Die Anhörung im Petitionsausschuss des Thüringer Landtages findet am Dienstag, den 1. September 2026 um 15:30 Uhr statt. Sie kann vor Ort sowie per Livestream verfolgt werden.
Die Vertreter der Bäderinitiative, u.a. der SOLEWELT Bad Salzungen, werden die Anhörung im Landtag begleiten.


