Gastbeitrag von Julia Otto
Vom 11. bis 13. August 2026 haben 47 Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach am diesjährigen KinderCamp in Wernshausen teilgenommen.
In der letzten Ferienwoche erlebten die Kinder drei Tage voller Gemeinschaft, Abenteuer und kreativer Aktionen – beim Zelten oder Übernachten im Gemeindehaus, bei Ausflügen, Workshops und gemeinsamen Aktivitäten. Das Motto der Freizeit lautete „Gottes Welt ist bunt“.
Das KinderCamp verbindet Gemeinschaftserlebnisse mit christlichen Impulsen und abwechslungsreichen Aktionen. Für die Kinder ging es dabei nicht nur darum, Neues zu erleben, sondern auch um Vertrauen, Zusammenhalt und die Erfahrung, dass jedes Kind einzigartig und Teil einer bunten Gemeinschaft ist.
Tag eins: Ankommen, kreativ werden und Vertrauen lernen
Der erste Tag stand zunächst ganz im Zeichen des Ankommens. Die Kinder bezogen ihre Zelte oder richteten ihre Schlafplätze im Gemeindehaus ein. Zu Beginn fand eine kurze Andacht statt, die von Jana Volkmann mit Unterstützung der Teamer gestaltet wurde. Im Mittelpunkt standen die Geschichte von Arche Noah und das Motto „Gottes Welt ist bunt“.
Am Nachmittag konnten die Kinder an vier verschiedenen Stationen das Thema vertiefen und selbst aktiv werden. An der ersten Station wurden Kissenbezüge gestaltet.
Mit Farben, Stempeln und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten konnten die Kinder ihre Bezüge kreativ und kunterbunt passend zum Thema verzieren.
Die zweite Station stellte das Vertrauen in den Mittelpunkt. Bei einem Blindenparcours mussten sich die Kinder mit verbundenen Augen durch den Parcours bewegen. Dabei waren sie darauf angewiesen, aufeinander zu hören, sich gegenseitig zu unterstützen und Vertrauen zueinander zu entwickeln.
An der dritten Station ging es um die Einzigartigkeit jedes einzelnen Kindes. Unter dem Gedanken „So bunt und einzigartig wie jedes Kind“ konnten die Kinder ihren Fuß oder in ihrer jeweiligen Lieblingsfarbe von Betreuer Ariel Arnhold anmalen lassen.
Anschließend hinterließ jedes Kind seinen farbigen Fußabdruck auf einem großen XXL-Plakat. Schritt für Schritt entstand so aus den vielen unterschiedlichen Fußabdrücken ein kunterbunter Regenbogen – ein gemeinsames Bild der Gruppe.
An der vierten Station wurden Teelichtgläser gestaltet. Die Kinder konnten sie bunt bekleben, kreativ bemalen und individuell verzieren. Am Abend wurden dann
Damit war der erste Tag geprägt von Kreativität, Gemeinschaft und der Erfahrung, dass aus vielen unterschiedlichen Beiträgen etwas Gemeinsames entstehen kann.
Tag zwei: Schloss Wilhelmsburg, Schatzsuche und ein besonderes Himmelsschauspiel
Der zweite Tag begann mit einem Ausflug in den Wald. Die Kinder wurden in Teams eingeteilt und erhielten verschiedene Suchaufgaben. Gesucht wurden unter anderem das größte ganze Blatt, der kleinste und der größte Stein, ein Kiefernzapfen und der „beste Pilz“.
Bei der Suche mussten die Kinder genau hinschauen und gemeinsam überlegen. Auch hier standen Teamarbeit und gemeinsames Entdecken im Mittelpunkt.
Anschließend stand ein Ausflug nach Schmalkalden auf dem Programm. Mit der Bahn fuhr die Gruppe zum "Schloss Wilhelmsburg". Dort erwartete die Kinder eine Führung speziell für Kids, bei der die Erkundung des Schlosses mit einer Schatzsuche verbunden wurde.
Die Kinder konnten Rätsel lösen und mit viel Entdeckergeist herausfinden, in welchen Raum es als Nächstes ging. Dabei erkundeten sie die Burg Schritt für Schritt.
Im letzten Raum wartete schließlich der Schatz: Für jedes Kind gab es ein kleines Säckchen mit bunten Murmeln. Die Farben knüpften an das Motto der Freizeit „Gottes Welt ist bunt“ an.
Da es an diesem Tag sehr heiß war, ging es anschließend auf den Markt in Schmalkalden. Dort konnten sich die Kinder mit einem Eis abkühlen. Danach fuhr die Gruppe mit dem Zug zurück nach Wernshausen.
Am Abend gab es zunächst ein gemeinsames Bürgeressen. Später ging es noch einmal auf den Kirchberg: Die Kinder stiegen hinauf zur St. Lukas Kirche in Wernshausen. Von dort aus konnten sie die Sonnenfinsternis perfekt beobachten. Für die Beobachtung stellte der Kirchenkreis geeignete Schutzbrillen zur Verfügung.
Für Lotte aus Urnshausen, die bereits zum zweiten Mal am KinderCamp teilnahm, gehörten die Himmelsbeobachtung und der Tanzworkshop zu den besonderen Erlebnissen der Freizeit. „Die Sonnenfinsternis war cool gestern und der Tanzworkshop“, erzählt sie.
Tag drei: Natur entdecken, Musik machen und tanzen
Am letzten Tag konnten die Kinder zwischen zwei Workshops wählen. Im Tanzworkshop, der von Teamerin Pia Gehb begleitet wurde, konnten die Kinder Bewegungen ausprobieren und gemeinsam tanzen.
Im Musikworkshop musizierten die Kinder unter der Begleitung von Popkantor Ariel Arnhold und der Tehillah-Band.
Zum Abschluss wurden beide Workshops zusammengeführt. Musik und Tanz kamen bei einem gemeinsamen Konzert zusammen und ergänzten sich. So wurde aus den Ergebnissen der beiden Workshops ein gemeinsamer Abschluss des KinderCamps.
Von der Teilnehmerin zur Teamerin
Für Helene war das diesjährige KinderCamp eine besondere Erfahrung. Sie war zum ersten Mal als Teamerin dabei – hatte die Freizeit zuvor aber selbst als Teilnehmerin erlebt.
„Ganz toll“, sagt sie über ihre neue Rolle. „Ich war schon oft hier. Ich kenne es als Teilnehmerin. Ich habe selbst als Kind an dieser Freizeit teilgenommen.“
Dass sie nun selbst als Teamerin Verantwortung übernimmt, empfand sie nicht als grundsätzlich schwierig. „Nicht schlimm, ich kenne das ja schon, weil ich ja auch immer in der Kirche in Roßdorf mithelfe.“
Eine Herausforderung gab es für sie dennoch: „Den Überblick zu behalten. Dass man sieht, wo die Kinder halt sind.“
Helenes Geschichte steht beispielhaft für die Bedeutung des KinderCamps über die einzelnen drei Tage hinaus: Aus Kindern, die selbst an der Freizeit teilnehmen, können später Jugendliche und junge Erwachsene werden, die Verantwortung übernehmen und die nächste Generation begleiten.
Dank
Ein besonderer Dank gilt der Rhöner Botschaft in Dermbach, die einen Teil der Essensversorgung für die Ferienfreizeit zur Verfügung gestellt und damit das KinderCamp unterstützt hat.
Nach drei ereignisreichen Tagen ging das KinderCamp in Wernshausen zu Ende. Für die 47 Kinder blieben viele gemeinsame Erlebnisse, neue Begegnungen und Erinnerungen an eine bunte Ferienfreizeit.










