Mitteilung der Diakonie-Sozialstation Dermbach
Am 24. August fand in der Erfurter Innenstadt eine Kundgebung von Pflegekräften aus ganz Thüringen statt, welche gegen das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) lautstark ihren Unmut äußerten.
Mit dabei waren auch MitarbeiterInnen der Diakonie-Sozialstation Dermbach, welche auch durch die geplanten Reformen große Einschnitte für die Station, aber auch für die Patienten befürchtet.
Die Refinanzierung der tariflichen Vergütung der Mitarbeiter steht zur Debatte, ebenso wie die Kürzung bzw. Streichung von Leistungen, welche durch die Sozialstation erbracht werden.
Unter anderem ist geplant, die zusätzlichen Betreuungsleistungen in Höhe von 131 Euro im Monat für alle Pflegegrade ab 2027 zu streichen.
Weiterhin ist eine Kürzung der Rentenpunkte für pflegende Angehörige angedacht und neue Richtlinien zur Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, welche dann nur noch in akuten Notfällen abgerufen werden können. Dies bedeutet einen großen Verlust für die Entlastung der pflegenden Angehörigen.
Alle diese Punkte tragen, nach Meinung des Pflegedienstleiters der Sozialstation, Herrn Mötzung, nicht dazu bei, die häusliche Pflege zu stärken und zukunftssicher zu reformieren, sondern erzeugen große Unsicherheit bei privat Pflegenden und Pflegeeinrichtungen.
Sollte das Gesetz wie geplant verabschiedet werden, gehen wir sehr unsicheren Zeiten entgegen. Das ist sehr bitter, da wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Einrichtung seit nunmehr 35 Jahren mit viel Herzblut und persönlichem Engagement in unserer Region viele Menschen versorgen und weiterhin versorgen wollen.
Wir wünschen uns von den Entscheidungsträgern den Bezug zur Basis wieder zu finden, die Schwachen zu hören und eine sozial verträgliche Politik in Form von gerechten Gesetzen zu verabschieden.

