Gastbeitrag von Karin Stidronski
Was verbirgt sich hinter den Türen der Domdechanei? Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher wollten es am Tag des offenen Denkmals genau wissen.
Unter dem Motto „Netzwerke des Wissens“ führten Dr. Albrecht Brendler und Dr. Alessandra Sorbello Staub durch die Bibliothek am Dom, die sich als Einrichtung in einem Miteinander von historischen Räumen und moderner Architektur von der Domdechanei bis hin zu Priesterseminar und Dom erstreckt.
Die Resonanz war ausgesprochen positiv – und die Nachfrage nach weiteren Führungen bereits groß. Dabei ging es nicht allein um alte Bücher und kostbare Handschriften.
Die Führung machte sichtbar, auf welchen Wegen Wissen über Jahrhunderte weitergegeben, bewahrt und neu erschlossen wurde – und wie sich diese Wege bis heute fortsetzen.
Die Teilnehmenden erfuhren, wie historische Bausubstanz, moderne Bibliotheksinfrastruktur und aktuelle Angebote für Forschung und Studium miteinander verbunden sind.
Die 1572 gegründete Bibliothek befindet sich seit 1994 in der Domdechanei. Als zentrale bibliothekarische Einrichtung und diözesane Leitbibliothek des Bistums Fulda bewahrt sie heute ein bedeutendes historisches Kulturerbe.
„Unsere historischen Bestände sind keine Schätze, die nur im Regal stehen. Sie erzählen Geschichten, eröffnen Forschungswege und bringen Menschen miteinander ins Gespräch“, betont Bibliotheksdirektorin Dr. Alessandra Sorbello Staub.
„Der Tag des offenen Denkmals hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an diesem besonderen Ort und seiner Geschichte ist.“
Auch der Lesesaal steht beispielhaft für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Historische Räume schaffen eine besondere Atmosphäre, während moderne bibliothekarische Angebote den Zugang zu den Beständen ermöglichen.
Die Bibliothek versteht sich deshalb nicht nur als Ort der Bewahrung, sondern ebenso als Ort für Forschung und Studium, für kulturelle Veranstaltungen, Begegnung und Austausch.
Dass dieses Konzept auf Interesse stößt, zeigte sich beim Tag des offenen Denkmals eindrucksvoll: Viele Besucherinnen und Besucher äußerten den Wunsch, bei einer weiteren Führung noch mehr über die Möglichkeiten der Bibliotheksnutzung und ihre historischen Bestände zu erfahren.
Die zahlreichen Anfragen im Anschluss an die Veranstaltung zeigen, dass die „Netzwerke des Wissens“ auch über diesen besonderen Tag hinaus Menschen miteinander verbinden.



