SG Johannesberg startet als Vizemeister in die neue Bundesliga-Saison

Gastbeitrag von Alexander Peer

Wenn am 12. September um 11 Uhr in Johannesberg die ersten Kugeln der neuen Bundesliga-Saison rollen, beginnt für die Poolbillardspieler der SG Johannesberg ein neues Kapitel.

Erstmals geht die SGJ als amtierender Deutscher Vizemeister in eine Spielzeit und aus dem bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte erwächst ein entsprechend hoher Anspruch.

Nach drei Bronzemedaillen in Folge gelang der Mannschaft 2026 der Sprung auf Rang zwei. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat Johannesberg damit endgültig in der deutschen Spitze etabliert. Auch die aktuelle Vereinsdarstellung nennt die Vizemeisterschaft nach drei dritten Plätzen in Folge als bislang größten sportlichen Erfolg.

Abteilungsleiter Alexander Peer macht aus den Ambitionen für die neue Saison keinen Hehl: „Wenn man dreimal Dritter und anschließend Zweiter wird, gibt es sportlich eigentlich nur noch einen Platz, den man erreichen möchte.“

Acht Spieler aus vier Nationen

Entsprechend wurde der Bundesligakader für die Saison 2026/27 aufgestellt. Mit Raphael Wahl, Tobias Bongers, Juri Pisklov, Daniel Maciol, Dimitri Jungo, Ivar Saris, Yannick Pongers und Yuma Dörner stehen acht Spieler zur Verfügung.

Deutschland, Polen, die Schweiz und die Niederlande sind damit im Johannesberger Kader vertreten. Nationale und internationale Erfahrung treffen auf unterschiedliche Spielertypen und eine Kaderbreite, die der SGJ über die gesamte Saison zusätzliche Möglichkeiten geben soll.

Dabei setzt Johannesberg nicht nur auf neue Namen. Spieler wie Kapitän Raphael Wahl, Tobias Bongers, Juri Pisklov und Daniel Maciol kennen Mannschaft und Umfeld bereits bestens. Gerade Pisklov unterstrich unmittelbar vor Saisonbeginn seine internationale Klasse mit dem zweiten Platz auf der Euro Tour in Italien.

Für Peer ist die Zusammensetzung des Teams deshalb mehr als eine Ansammlung prominenter Einzelspieler: „Wir wollten einen Kader, der sportlich ganz oben mithalten kann, aber gleichzeitig zu unserem Verein passt. Internationale Klasse ist wichtig. Am Ende gewinnt in der Bundesliga aber eine Mannschaft.“

Auftakt vor eigenem Publikum

Zum Start wartet auf die SGJ direkt ein komplettes Heimwochenende. Am Samstag, 12. September, um 11 Uhr empfängt Johannesberg die BSG Osnabrücker Sportclub.

Einen Tag später, ebenfalls um 11 Uhr, folgt mit dem BC Oberhausen bereits eines der Duelle, die in der Liga besondere Aufmerksamkeit versprechen. Beide Termine sind inzwischen auch im offiziellen Spielplan der Deutschen Billard-Union bestätigt.

Gerade die Begegnung mit Oberhausen verspricht früh einen echten Gradmesser. Für Johannesberg bietet der Saisonauftakt damit die Chance, unmittelbar vor heimischem Publikum zu zeigen, wohin die Reise gehen soll.

Die 1. Bundesliga besteht in dieser Saison aus acht Mannschaften. Neben Johannesberg, Osnabrück und Oberhausen gehören BC Queue Hamburg, BSV Playhouse FFB, BV Brotdorf, PBC Joker Altstadt und SV Motor Babelsberg zum Teilnehmerfeld.

Bundesliga als Schaufenster einer größeren Entwicklung

Der sportliche Erfolg der ersten Mannschaft ist inzwischen allerdings nur ein Teil der Johannesberger Geschichte.

Rund 140 Mitglieder, acht Mannschaften und acht Gabriels Premium-Turniertische stehen heute für eine Entwicklung, die weit über die Bundesligamannschaft hinausgeht. Gleichzeitig wird mit der SGJ Academy gezielt in die Nachwuchsarbeit investiert)

Peer sieht darin einen wesentlichen Bestandteil des Erfolgs: „Wir sind nicht groß geworden, weil wir Bundesliga spielen. Wir spielen Bundesliga, weil wir über Jahre einen starken Verein aufgebaut haben.“

Genau diese Verbindung soll erhalten bleiben. Internationale Spitzenspieler treten in Johannesberg an denselben Tischen an, an denen Mitglieder trainieren und der Nachwuchs seine ersten Schritte im Billardsport macht.

„Die Bundesliga ist unser Schaufenster. Aber das Fundament sind unsere Mitglieder, unsere Mannschaften, die Academy und die vielen Menschen, die sich bei uns engagieren.“

Spitzensport hautnah in Fulda

Auch für Zuschauer soll das erste Wochenende zum Erlebnis werden. Poolbillard auf Bundesliganiveau bietet eine Besonderheit, die viele andere Spitzensportarten kaum ermöglichen: Die Zuschauer befinden sich nur wenige Meter von den Spielern und Tischen entfernt und können Entscheidungen, Konzentration und Druck unmittelbar erleben.

Der Auftakt gegen Osnabrück und Oberhausen soll deshalb nicht nur sportlich ein Signal setzen, sondern auch zeigen, welchen Stellenwert Bundesliga-Poolbillard inzwischen in Johannesberg erreicht hat.

Samstag, 12. September 2026, 11 Uhr
SG Johannesberg – BSG Osnabrücker Sportclub

Sonntag, 13. September 2026, 11 Uhr
SG Johannesberg – BC Oberhausen

Für die SGJ beginnt damit eine Saison, in der die Ausgangslage klarer kaum sein könnte: Nach Bronze, Bronze, Bronze und Silber fehlt in der jüngsten Erfolgsgeschichte nur noch eine Farbe. Und genau um die will Johannesberg 2026/27 spielen.