„Wieder lernen, aufeinander zuzugehen“ – Coachin aus Unterbreizbach zurück aus Südafrika

Nach sechs Wochen ehrenamtlichem Einsatz für Mon Coeur ist Stephanie Kespohl mit ihren Töchtern zurück in Deutschland. Ihr Fazit: Das Projekt verändert so viel – und jeder kann Teil davon werden.

Seit etwas über einer Woche ist Stephanie Kespohl mit ihren beiden Töchtern zurück aus Kapstadt. Sechs Wochen lang hatte die selbstständige Coachin aus Unterbreizbach den gemeinnützigen Verein „Ein Band für Bildung e. V.“ (Mon Coeur) vor Ort ehrenamtlich unterstützt.

Der Wiedereinstieg in den deutschen Alltag fällt ihr diese Woche sichtlich schwer – und genau das treibt sie an, noch einmal über ihre Erfahrungen zu berichten.

Ein Kontrast, der bleibt

„Der Kontrast ist mir die ganze Zeit aufgefallen, in jedem Moment“, sagt Kespohl. In KSüdafrika sei sie mit ihren Kindern als Fremde überall mit großer Offenherzigkeit empfangen worden – beim Einkaufen, beim Spaziergang, im Museum, im Park.

Auch als alleinbegleitende Mutter habe sie eine Unterstützung erfahren, die ihr so in Deutschland nicht mehr begegnet: „Hier sind die Menschen mehr mit sich selbst beschäftigt. Der Blick aufs Handy ist mehr wert als ein freundliches Hallo.“

Selbst die Frage „Wie geht's dir?“ wirke hierzulande oft eher wie eine Floskel als ernst gemeint – ein Unterschied, der ihr seit der Rückkehr besonders auffällt.

Ein Abschied mit Musik und Briefen

Die letzten Tage in Südafrika endeten mit einem kleinen Fest: Stephanie backte und kochte noch einmal für die Kinder, es wurde gefeiert und getanzt. Zum Abschied schrieben ihr die Kinder Briefe – und machten deutlich, wie sehr sie sich über ein Wiedersehen freuen würden.

Für Stephanie und ihre Töchter steht bereits fest: Eine erneute Reise ist für das kommende Jahr angedacht.

Der begonnene Podcast-Workshop soll bis dahin nicht ruhen, sondern auch aus der Distanz mit den Kindern weitergeführt werden, sodass die erste eigene Folge entstehen kann.

Warum das Projekt jede Unterstützung braucht

Mit ihrem Bericht möchte Stephanie nicht nur von ihren Erlebnissen erzählen, sondern konkret dazu aufrufen, Mon Coeur dauerhaft zu unterstützen – etwa durch eine Patenschaft.

Über eine Patenschaft lässt sich laut Verein direkt und nachhaltig helfen: Der Beitrag kommt zu 100 Prozent bei einem einzelnen Kind und seiner Familie an und deckt Schulmaterial, Kleidung und Ernährung.

Interessierte können dabei auch persönlichen Kontakt zu ihrem Patenkind aufnehmen. Wer sich für eine Patenschaft oder Fördermitgliedschaft interessiert, muss dabei nicht anonym bleiben: „Ich möchte, dass Menschen nicht einfach nur spenden, sondern auch ein Teil davon werden können.

Ich kann noch ganz viel erzählen – wer mehr wissen möchte, darf sich gerne direkt bei mir melden“, sagt Kespohl.

Auch ohne feste Patenschaft lässt sich helfen: Im Mon-Coeur-Onlineshop gibt es unter anderem Armbänder, Taschen, Rucksäcke und Spielsachen für Kinder – handgefertigt in Südafrika. Der Erlös fließt vollständig in die Bildungsarbeit des Vereins.

Ein Wunsch für Deutschland

Zum Abschluss ihrer Reise bleibt Stephanie vor allem ein Wunsch: „Ich wünsche mir, dass Menschen wieder mehr aufeinander zugehen – gerade in einer Zeit, in der wir das in Deutschland dringend brauchen, statt uns immer weiter zu spalten. Unser Miteinander darf wieder freundlicher und wohlwollender werden.“

Wer helfen möchte: Spenden sind weiterhin möglich. Wer sich für eine Patenschaft, eine Fördermitgliedschaft oder den persönlichen Austausch mit Stephanie Kespohl interessiert, kann sich per Mail melden: willkommen@stephaniekespohl.com. Der Mon-Coeur-Shop mit fair produzierten Geschenkideen ist erreichbar unter moncoeur.de/shop-1.

Über Stephanie Kespohl

Stephanie Kespohl ist selbstständige Coachin für alleinbegleitende Frauen aus Unterbreizbach und begleitet ihre Kundinnen und deren Kinder dabei, Kraft, Klarheit und Eigenständigkeit im Alltag wiederzufinden – gerade nach narzisstischen Beziehungen.

Im November erscheint ihr erstes Kinderbuch, das Kinder aus Trennungsfamilien mit toxischem Hintergrund stärkt.

Über Ein Band für Bildung e. V. (Mon Coeur)

Der gemeinnützige Verein setzt sich für nachhaltige Bildung in Südafrika ein und schafft durch Bildungsangebote sowie faire Arbeitsplätze die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Weitere Informationen unter www.moncoeur.de.