Zweite Chance für Müll: Upcycling-Wettbewerb im Landkreis Bad Kissingen

Gastbeitrag von Lena Metz

Bis zum 31. Januar waren die dritten und vierten Klassen der Grundschulen im Landkreis Bad Kissingen zu einem Wettbewerb aufgefordert worden: aus vermeintlichem Müll kreative und nützliche Dinge zu gestalten.

Dabei kamen einfallsreiche und originelle Projekte heraus. Besonders überzeugen konnten bei dem Upcycling-Wettbewerb: Die dritte Klasse der Grundschule Schondratal und die dritte und vierte Klasse (DF2/F3/F4) der Grundschule Riedenberg.

Zum Dank für ihren Eifer erhielten sie ein Abfall-Memory und eine Brotdose aus nachhaltigem Material. Diese soll dazu beitragen, im Alltag weniger Müll – etwa durch Alufolie oder Einwegverpackungen – zu verursachen.

Alle anderen teilnehmenden Klassen bekommen für ihren tollen Einsatz ein Paket mit Informationen und Spielen rund um die Themen Müllvermeidung und Nachhaltigkeit.

Als Hauptpreis veranstaltete das Klimaschutzmanagement des Landratsamtes gemeinsam mit dem Kommunalunternehmen des Landkreises (KU) sowie den Landfrauen ein gesundes Frühstück für die Gewinner des Wettbewerbs.

Die Organisation für die gemeinsamen Frühstücke lag dabei maßgeblich bei Kreisbäuerin Edeltraud Häusler. Beim ersten Event in der 3. Klasse der Grundschule Schondratal waren auch Landrat Thomas Bold und der Vorstand des KU, Jürgen Metz, mit dabei.

„Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie viel Kreativität und Entdeckergeist in den Kindern steckt“, sagte Landrat Thomas Bold bei dem gemeinsamen Frühstück: „Zur Nachhaltigkeit gehört auch die Ernährung. Und dank unserer Landfrauen können wir heute zum Frühstück hochwertige Produkte aus der Region essen. Auch das gehört zur Nachhaltigkeit.“

Denn regionale Produkte wie Butter, Käse, Getreide, Obst oder Gemüse bilden eine wichtige Grundlage für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Gleichzeitig stärken sie die regionalen Landwirte, vermeiden lange Transportwege und leisten damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Schülerinnen und Schüler in Schondra hatten sich bei ihrem Projekt für Regenmacher und Rasseln entschieden. Diese wurden aus Pappröhren, Nägeln aus Restbeständen und verschiedenen Füllungen hergestellt.

Gefüllt wurden sie unter anderem aus Körnern, die aus einer Wohnungsauflösung einer Großmutter kamen und mit Kunststoffgranulat, dass vor 20 Jahren von einem Nachbarn zur Verfügung gestellt wurde und nun einen neuen Zweck erfüllt.

Jürgen Metz vom KU freute sich ebenfalls über die Aktion: „Durch den Wettbewerb haben sich die Kinder spielerisch mit dem Thema Müllvermeidung auseinandergesetzt. Sie können dadurch lernen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren vorhandenen Ressourcen und unsere Umwelt ist.“

Ein besonderer Dank geht an die Bad Kissinger Landfrauen für das Frühstück mit regionalen Lebensmitteln und an den Bayerischen Milchförderungsfonds in München, der die Aktion unterstützt hat.