Erst treten, dann trinken: Fairtrade bei der „Droohdeseldour“ in Geroda

Gastbeitrag von Lena Metz

Obst einfüllen, in die Pedale treten und anschließend einen frisch gemixten Smoothie aus regionalen und Fairtrade-Zutaten genießen – dieses Angebot nutzten zahlreiche Sportlerinnen, Sportler und Gäste der diesjährigen „Droohdeseldour“.

Und, sie griffen - wie auch am Informationsstand beim Rhön-Festival in Wildflecken - zu Fairtrade-Schokolade und -Keksen. Der Landkreis Bad Kissingen sponserte die Kuchenbar mit Fairtrade-Kaffee der Rösterei Kuhn aus Maria Bildhausen.

Während die einen auf ihrem Fahrrad die traumhafte Landschaft rund um Geroda erkundeten, gaben die anderen auf dem Smoothie-Bike ordentlich Gas.

Im Handumdrehen wurden Spaß, Gesundheit, Fitness, Fairtrade, regionale Früchte und Nachhaltigkeit unter einen Hut gebracht. Vom Fleck kam dabei niemand, denn das Rad ist wie ein Indoor-Bike konstruiert.

Anders als beim klassischen Wohnzimmer- oder Fitnessstudio-Ergometer dient das Smoothie-Bike nicht exklusiv dem Training – dafür treibt der, der kräftig in die Pedale tritt, einen Mixer an und spart Strom.

Die Smoothie-Bike-Aktion von Klimaschutzkoordinatorin Laura Neulitz und Anja Vorndran, Fairtrade-Ansprechpartnerin des Landkreises Bad Kissingen, zeigte auf spielerische Weise, wie leicht Energieerzeugung und Fairtrade sich in den Alltag integrieren lässt.

„Das Smoothie-Bike in Verbindung mit Fairtrade ist ein schönes Beispiel, wie man mit ein bisschen Einsatz viel erreichen kann“, sagte Landrat Mario Götz.

„In diesem Fall kamen Muskelkraft, Obst aus der Region und Fairtrade-Produkte zum Einsatz. Daraus entsteht ein ganz besonderer Genuss – und das gute Gefühl, etwas für Mensch und Umwelt getan zu haben.“

Im fairen Handel erhalten die Produzentinnen und Produzenten gerechte und stabile Preise. Die sozialen Standards beinhalten das Verbot von Kinderarbeit, bieten sichere Arbeitsbedingungen und die Stärkung von Gemeinschaften. Weiterhin stehen bei der Produktion die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden, das heißt Umweltschutz, im Fokus.

Natürlich lässt sich Strom nicht nur über Muskelkraft herstellen. Was darüber hinaus möglich ist, darüber informierten die Verantwortlichen ebenso wie über das faire und regionale Obst, das im Mixer landete.

„Radfahren macht Spaß, ist gesund und schont die Umwelt. Mit dem Smoothie-Bike wollen wir für das Thema Energie und nachhaltigen Konsum sensibilisieren und zeigen, wie einfach manche Dinge sein können“, erklärte Laura Neulitz.

„Jeder Konsum beeinflusst die Natur und damit das Leben anderer Menschen und unser eigenes“, fasste Vorndran zusammen.