Mitteilung des Diakonat Bistum Fulda
Auf 835,2 Metern Höhe, auf einem der markantesten Berge der Rhön, haben Ständige Diakone aus Hessen und dem Bistum Fulda am Samstag einen besonderen Gottesdienst gefeiert.
Begleitet von ihrem ehemaligen Ausbildungsbegleiter, Spiritual und Pfarrer Thomas Meyer blickten sie auf fast zehn Jahre ihres diakonischen Dienstes zurück – und stellten sich zugleich einer zentralen Frage ihres Glaubens: Was fehlt, wenn Gott fehlt?
Ein Gottesdienst über den Wolken
Der Gottesdienst bildete den spirituellen Höhepunkt einer Pilgerwanderung durch die Rhön, die zugleich den Sommerabschluss eines bewegten ersten Halbjahres 2026 markierte.
Während des Aufstiegs und der gemeinsamen Stunden auf dem Gipfel hatten die Diakone viel Raum für Reflexion, Gebet, Gesang und Einkehr.
Pfarrer Meyer erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass der diakonische Dienst immer ein Dienst in „Freundschaft mit Christus“ sei – ein Dienst zwischen den Welten: zwischen Kirche und Gesellschaft, zwischen Freude und Leid, zwischen Licht und den Schattenzeiten des Lebens.
Rückblick auf einen bewegenden Dienst
Viele der Diakone sind seit fast einem Jahrzehnt im Einsatz – als verheiratete Männer, oft mit Kindern und fest im Berufsleben verankert. Diese Lebensnähe mache den Dienst besonders wertvoll, betonten mehrere Teilnehmer.
Sie berichteten von Begegnungen in Trauer, in Freude, in Krisen und in Freundschaft – immer mit dem Anspruch, Menschen dort zu begegnen, wo sie stehen.
Der Rückblick zeigte Entwicklungen, Herausforderungen und neue Möglichkeiten für einen Glauben, der „gelebt und bewegend“ bleibt.
Mut, Geist und Aufbruch
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie der diakonische Dienst am Menschen, in einer Kirche im Wandel, weiter Gestalt gewinnen kann. Viele äußerten Hoffnung – trotz mancher Fehlentscheidungen und Spannungen in der Kirche.
Sie sprachen über die Bedeutung, sich vom Geist Gottes führen zu lassen, mutig zu handeln und den Menschen weiterhin entgegenzugehen.
Der Gottesdienst auf der Milseburg wurde so zu einem Moment der Dankbarkeit und zugleich der Offenheit für zukünftige Begegnungen, Veranstaltungen und Initiativen.
„Was fehlt, wenn Gott fehlt?“
Diese Leitfrage, vertieft durch Thiemo Glomb, begleitete die Gruppe während der gesamten Pilgerwanderung.
Für die Diakone wurde sie zu einer Einladung, neu über die eigene Berufung nachzudenken – und darüber, wie Glaube heute Orientierung geben kann.
Die Antworten fielen unterschiedlich aus, doch ein Gedanke zog sich durch viele Stimmen: Ohne Gott fehle ein tragender Grund, ein Sinnhorizont, ein Licht in schwierigen Zeiten – und eine Kraft, die über das eigene Können hinausweist.
Ein Tag, der nachwirkt
Für Ludwig Wagner, Meins Coetsier, Thiemo Glomb, Stefan Ohnesorge, Manfred Oeste, Reiner Uftring und Wojtek Gofryk war es ein Tag, der nachwirkt.
„Wir sind Pfarrer Thomas Meyer, unserem Spiritual und Freund, sehr dankbar für seinen Glauben an uns, seine Zeit und sein Engagement“, sagten die Pilger.
Mit dem Blick über die Rhön und einem gemeinsamen Segen endete der Pilgertag – aber nicht die innere Bewegung, die er ausgelöst hat.
Die Diakone kehrten mit neuer Zuversicht zurück in ihre Gemeinden und Arbeitsumfelder, bereit, weiterhin ‚dazwischen‘ zu stehen: zwischen Menschen und Gott, zwischen Alltag und Hoffnung.













