Beitrag von Martin Veltum
Mit einem eindrucksvollen Frühlingskonzert hat die Wigbertschule Hünfeld im festlich gefüllten Kolpinghaus ein musikalisches Ausrufezeichen in ihrem Jubiläumsjahr gesetzt.
Der Abend verband musikalische Qualität, generationsübergreifende Gemeinschaft und die spürbare Verbundenheit zur Schule und zur Heimat auf besondere Weise.
Zugleich wurde deutlich: Das 125-jährige Bestehen der traditionsreichen Bildungseinrichtung ist weit mehr als ein historisches Jubiläum – es ist Ausdruck lebendiger Werte, gelebter Kultur und eines starken Miteinanders.
Die Wigbertschule blickt im Jahr 2026 auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Gegründet wurde sie am 15. April 1901 zunächst als „Bischöfliche Lateinschule“ mit rund 50 Schülern im damaligen Hünfelder Rathaus.
Über Jahrzehnte entwickelte sich die Schule stetig weiter, wurde erweitert und mehrfach neu strukturiert. Seit 1951 trägt sie den Namen „Wigbertschule“ und erinnert damit sowohl an ihren Gründer Wigbert Sondergeld als auch an den "Heiligen Wigbert", einen bedeutenden Lehrer und Schulgründer des frühen Mittelalters.
Heute verbindet die Schule Tradition und Moderne in besonderer Weise und begleitet Generationen junger Menschen auf ihrem Bildungsweg zum Abitur.
Im Jubiläumsjahr dürfen sich Schulgemeinschaft, Ehemalige und Gäste auf zahlreiche Veranstaltungen freuen, die die lange Geschichte und das lebendige Schulleben würdigen.
Der feierliche Auftakt erfolgte am 15. April – exakt 125 Jahre nach der Gründung der Schule. Passend dazu präsentiert sich das Schulgebäude festlich geschmückt und voller Vorfreude auf das Festjahr.
Das Frühlingskonzert bildete nun einen weiteren emotionalen Höhepunkt der Feierlichkeiten. Bereits die Begrüßung durch Schulleiterin Sandra Möllers machte deutlich, welch hohe Bedeutung Musik, Gemeinschaft und kulturelle Bildung an der Wigbertschule besitzen.
Die große Wertschätzung für die Arbeit der Schule zeigte sich auch durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Behörden.
Unter ihnen befanden sich Ehrenbürgermeister Dr. Eberhard Fennel, Bürgermeister a.D. der Stadt Hünfeld, gemeinsam mit seiner Ehefrau Rita Fennel sowie Doreen Conrad, Stabsbereichsleiterin Zentrale Dienste, als Repräsentantin der Bundespolizeiabteilung Hünfeld.
Musikalisch bot der Abend ein beeindruckendes und äußerst vielseitiges Programm. Von den jüngsten Musikerinnen und Musikern der Bläserklasse der Jahrgangsstufe 5 bis hin zu den erfahrenen Ensembles spannte sich ein Bogen von klassischen Werken über Volkslieder bis zu bekannten Pop- und Rocktiteln.
Mit großer Spielfreude präsentierten sich die Bläserklasse der Jahrgangsstufe 5, die Bläser-AG der Jahrgangsstufe 6, das Vororchester Junior-BI-O-W, der Chor der Jahrgangsstufe 5, die Jungen Streicher, der Schulchor „WiVox“, das Blasorchester „BI-O-W“, der Lehrerchor sowie die Schulband „Sound Express“.
Verantwortlich für die musikalische Gesamtgestaltung des Abends waren Thomas Nüdling, Martin Genßler, Pia-Maria Sauer, Dorothea Heller, Jana Vasikonis und Katharina Antonovska, die mit außergewöhnlichem Einsatz, hoher musikpädagogischer Kompetenz und unzähligen zusätzlichen Probenstunden über viele Monate hinweg weit über das normale dienstliche Maß hinaus gearbeitet haben.
Gerade dieser Einsatz wurde während des Konzerts immer wieder spürbar. Die Musik an der Wigbertschule ist weit mehr als ein Unterrichtsfach – sie ist Ausdruck von Identifikation mit der Schule, mit der Region und mit gemeinsamen Werten.
Die intensive Probenarbeit vermittelt nicht nur musikalische Fähigkeiten, sondern stärkt auch Persönlichkeitsentwicklung, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Heimatverbundenheit.
Das gemeinsame Musizieren schafft Orientierung und kulturelle Verankerung in einer Zeit, die für viele junge Menschen von schnellen Veränderungen geprägt ist.
Zu den musikalischen Höhepunkten des Abends gehörten unter anderem die eindrucksvoll vorgetragenen Stücke „The Might of Hercules“, „Havana“, "Simply Rock", „Somebody To Love“, „A Million Dreams“, „Les Champs-Élysées“ sowie moderne Titel der Schulband wie „I Wish“ oder „Snow (Hey Oh)“.
Immer wieder gelang es den Ensembles, das Publikum mit Dynamik, Gefühl und sichtbarer Begeisterung mitzureißen.
Das Publikum sang gemeinsam mit den Musiker:innen die Lieder „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Komm, lieber Mai“, „Applaus, Applaus“ sowie das bekannte „Kreuzberglied“ begeistert mit und sorgte damit für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Saal.
Besonders emotional wurde es beim großen Finale aller Gruppen mit dem „Wigbertlied“ sowie Michael Jacksons „Heal The World“.
Das Wigbert-Lied wurde im Jahr 2017 von Pädagoge und leidenschaftlichen Musiker Thomas Nüdling komponiert. Der Text für das Lied stammt ebenfalls aus dem Jahr 2017 und wurde von Anna Marita Engel verfasst.
Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.
Schulleiterin Sandra Möllers brachte die besondere Atmosphäre des Abends abschließend auf den Punkt: „Gerade in einer Welt, die sich immer schneller wandelt, bin ich dankbar, heute hier gemeinsam mit Euch zu sein. Diese wertegetragene Gemeinschaft, die Musik und unsere Heimat sind ein wichtiger Anker – sie geben Halt, Orientierung und verbinden Menschen über Generationen hinweg.“




