Nicht nur zur Walpurgisnacht – Hexenlinde bei Klings lädt zum Verweilen ein.

Gastbeitrag von Rüdiger Christ

Nicht nur wegen der bald anstehenden Walpurgisnacht ist ein Besuch der Hexenlinde bei Klings ein besonderes Erlebnis.

Wer sich zurzeit auf den Weg zu dem ca. 350 Jahre alten Baum an der Thüringisch – Hessischen Grenze macht, kann das junge Grün in Wald und Flur genießen. Von Klings ist der Weg zur Hexenlinde sehr gut ausgeschildert. Auch von Empfertshausen über den Horbel kann man sich auf den Weg machen.

Unterwegs werden dem Wanderer phantastische Aussichten geboten. Auch am Wanderziel, der Hexenlinde bietet sich ein herrliches Panorama in Richtung Wasserkuppe.

Um die Hexenlinde ranken sich viele Geschichten und Sagen. Die bekannteste Sage handelt von einem Musikanten welcher zur Walpurgisnacht von Dermbach nach Tann auf dem Weg war. Unterwegs traf er einen feinen Herrn, welcher ihn zur Linde auf der Klingser Hut führte. Bei der Breiten Linde stieß er erstaunt auf eine lustige Gesellschaft.

Einer reichte dem Musikanten eine prächtige Klarinette und versicherte, die dürfe er behalten, wenn er ihnen zum Tanz aufspiele. Dazu bekäme er noch eine Handvoll Taler. Da ließ der Musikant sich nicht zweimal bitten. So ging es einige Stunden lustig zu. Mit einer Tasche voll Geld und der schönen Klarinette kam der Musikant morgens müde zu Hause an und legte sich sofort schlafen.

Als er erwachte schaute er als erstes nach der neuen Klarinette. Doch diese hatte sich in einen schmutzigen Knochen verwandelt und aus den Silbermünzen waren wertlose Scherben geworden. Da war ihm klar, dass er den Hexen zum Tanz aufgespielt hatte. Seitdem heißt diese alte Linde die Hexenlinde.

Vielleicht trifft man in diesen Tagen um Walpurgis doch noch die eine oder andere Hexe an der Hexenlinde an.